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Getreide

Export-Auktion: US-Weizen ist am billigsten

© landpixel
von , am
03.12.2012

Bei der Importauktion Ägyptens Anfang Dezember haben US-Anbieter die meisten Zuschläge erhalten. Ägypten ist der weltweit größte Weizenimporteur.

Der Euro-Dollar-Wechselkurs lässt den Weizen um zwei Euro steigen. © Mühlhausen/landpixel
Außerdem kauften die Ägypter noch Weizen aus Rumänien und aus Frankreich. Insgesamt hat die staatliche ägyptische Importbehörde GASC bei der Auktion am 1. Dezember 400.000 Tonnen (t) Weizen gekauft. Davon kommen allein 280.000 t (gut 70 Prozent) aus den USA.
 
Damit hat US-Weizen erstmals in diesem Wirtschaftsjahr eine Ausschreibung der GASC gewonnen und gleichzeitig die Preisführerschaft übernommen. Von dem insgesamt bei dieser Auktion gekauften Weizen werden 285.000 t in der Zeit von 15. bis 31. Januar geliefert sowie 115.000 t von 1. Februar bis 10. Februar.

Preise in Frankreich gestiegen

Der von den Ägyptern zur Anlieferung im Januar gekaufte US-Weizen kostete zwischen 335,87 US-Dollar je Tonne (USD/t) und 337,39 USD/t (165.000 t) und war damit rund 24 USD/t günstiger als die ebenfalls bei dieser Auktion gekauften 60.000 t Weizen aus Frankreich.
 
Dieser war nicht nur teurer als der US-Weizen sondern kostete mit 359,89 USD/t außerdem sieben Euro/t mehr als bei der letzten Auktion Ende Oktober. Allerdings sind Transportkosten für französischen Weizen mit 13 USD/t nur etwa halb so hoch wie für US-Weizen mit 23 bis 28 USD/t. 

Rumänien ebenfalls dabei

Neben Weizen aus den USA und aus Frankreich kaufte die GASC bei dieser Handelsrunde außerdem auch 60.000 t Weizen aus Rumänien zum Preis von 362,04 USD/t. Ebenso wie der Weizen aus Frankreich hat sich sich die Ware aus Rumänien seit der letzten Auktion um gut sechs USD/t verteuert.
 
Die Transportkosten des Schwarzmeeranrainers Rumänien sind mit knapp elf Euro jedoch von allen drei Lieferanten am niedrigsten.

Preise für Februar deutlich höher

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die für Februar von der GASC gekauften 115.000 t Weizen kommen ausschließlich aus den USA.
 
Hier sind die Preise mit 348,89 USD/t bis 351,49 USD/t allerdings rund 13 USD/t höher als für den im Januar gelieferten US-Weizen und verdeutlichen auch die Erwartung von Exporteuren und Importeuren an weitere steigende Preise.
 
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