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Getreide

Exportauktion Weizen: Russland und Rumänien am billigsten

von , am
27.08.2012

Bei der dritten Importauktion des weltweit größten Weizenimporteurs Ägypten erhält erneut Russland sowie erstmals Rumänien einen Zuschlag.

© Mühlhausen/landpixel
Die ägyptische Importbehörde GASC kaufte am Samstag 180.000 Tonnen (t) Weizen zur Lieferung von 1. bis 10. Oktober.
 
Aus Russland kauften die Ägypter 60.000 t Weizen für 319 US-Dollar je Tonne (USD/t) sowie weitere 60.000 t für 320,94 USD/. Dazu kamen weitere 60.000 Weizen Tonnen für 323,38 USD/t aus Rumänien. Damit behaupteten die Russen erneut die Preisführerschaft am internationalen Weizenmarkt - trotz der sich abzeichnenden schlechten Ernte.
 
Trotz der offenbar sehr engen russischen Versorgungbilanz lagen jedoch noch eine ganze Reihe weiterer preisgünstiger russischer Angebote vor. Die Frachtkosten für russischen Weizen bewegten sich bei knapp zwölf USD/t.

Europäischer Weizen noch zu teuer

Anbieter aus der Ukraine, Frankreich und den USA gingen bei dieser Auktion leer aus. Dabei war die ukrainischen Offerte mit 323,29 USD/t in etwa so teuer wie das Angebot aus Rumänien. Offenbar gaben die etwas günstigen Transportkosten den Ausschlag. Ein französisches Angebot für 60.000 t Weizen war mit 336,99 USD/t schon deutlich teurer als die Offerten vom Schwarzen Meer. Am teuersten waren mit 361,65 USD/t und 362 USD/t die beiden Angebote aus den USA (Soft Red Winter).

Preise sind kräftig gestiegen

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Im Vergleich zur letzten Auktion von Mitte August sind die Preise allerdings bei allen Beteiligten gestiegen. Vor zwei Wochen verkaufte Russland den Weizen noch für 313 USD/t und die Ukraine für 313,88 USD/t und auch die übrigen russischen Offerten lagen zum Teil deutlich unter 320 USD/t. Ein rumänisches Angebot war Mitte August für 322,88 USD/t abgegeben worden und französischen Weizen hätte die GASC für 329,58 USD/t kaufen können.
 
Am teuersten war auch bei der letzten Runde US-Weizen mit 344,54 USD/t. Allerdings lagen die Preise hier fast 20 USD/t unter dem US-Niveau bei der aktuellen Handelsrunde.
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