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Marktanalyse

Exportpreise: Soweit liegen die Weizenpreise unter dem Vorjahr

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Anke Fritz/agrarheute
am
29.03.2016

Die Weizenexporte aus den europäischen Ländern nehmen deutlich zu. Die Weizenpreise liegen am Exporthafen Hamburg allerdings deutlich unter dem Vorjahr, vor allem beim Eliteweizen.

Das Tempo der europäischen Weizenexporte in Drittländer hat im März kräftig angezogen. In der letzten Abrechnungswoche bis zum 22. März wurden 1,06 Mio. t Weizen ins Ausland verkauft. Das war die drittgrößte wöchentliche Verkaufsmenge in diesem Jahr, erklärt Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager.

Preisunterschiede steigen mit der Weizenqualität

An den deutschen und französischen Exporthäfen sind die Preise für Brotweizen zwischen 39 Euro und 46 Euro niedriger als im vorigen Jahr. Für den im Vorjahr an den internationalen Märkten besonders gut bezahlten Qualitätsweizen ist der Abstand zum Vorjahr sogar noch deutlich  größer.

Die Preise im Überblick

Brotweizen mit 12 % Protein handelte man am deutschen Exporthafen Hamburg am Donnerstag (24.03) mit 154 Euro/t. Das waren vier Euro weniger als Mitte der vorigen Woche. Vor einem Jahr lagen die Preise für den Brotweizen in Hamburg zu diesem Termin etwa bei etwa 200 Euro und waren damit rund 46 Euro höher als im März 2015.

Für A-Weizen mit 13 % Protein wurden am Exporthafen Hamburg am Donnerstag (24.03) 158 Euro/t geboten und damit ebenfalls vier Euro weniger als Mitte der vorigen Woche. Vor einem Jahr handelte man A-Weizen in Hamburg zu diesem Termin etwa mit 215 Euro und damit zu 57 Euro höheren Preisen als im März 2016.

Für E-Weizen mit 14 % Protein lagen die Angebotspreise in Hamburg am Donnerstag (24.03) bei 177 Euro/t und damit rund vier Euro  niedriger als in der vorigen Woche. Vor einem Jahr lagen die Preise für E-Weizen in Hamburg bei etwa 245 Euro und waren damit 68 Euro höher als die aktuellen Preise.

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