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Schädlingsbekämpfung

Feldmäuse: Diese Bekämpfung ist jetzt noch erlaubt

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
02.03.2016

Die hohe Population an Feldmäusen hat auf zahlreichen Raps- und Getreideschlägen starke Schäden verursacht. Nach dem Auslaufen der Notfallzulassungen von Chlorphacinon und Ratron Giftlinsen sind die Bekämpfungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Wie die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) schreibt, hat die starke Feldmauspopulation in vielen Teilen des Bundeslandes bis zum Vegetationsende enorme Schäden verursacht. Insbesondere die Winterrapsflächen seien durch den Fraß der Feldmäuse stark betroffen. Intensive Bekämpfungsmaßnahmen mit der Legeflinte sowie nach genehmigter Streuanwendung im Herbst seien nur eingeschränkt erfolgreich gewesen.

Erste Dichteermittlungen im Februar zeigten zum Teil weiterhin eine erhöhte Aktivität der Feldmäuse. Von einem kurzfristigen Zusammenbrechen der Feldmauspopulation sei derzeit nicht auszugehen.

Darauf gilt es jetzt zu achten

  • Intensive Überwachungsmaßnahmen der Winterkulturen sind laut TLL nun anzuraten, um bereits stark geschädigte Bestände vor einer Ausweitung des Befalls zu schützen.
  • Die Notfallzulassungen zur Ausbringung von Chlorphacinon auf Starkbefallsflächen des Ackerlandes sowie von Ratron Giftlinsen auf Nichtkulturland sind zum 29. Dezember 2015 ausgelaufen.
  • Damit ist eine Bekämpfung der Feldmäuse auf Kulturflächen nur noch durch das Auslegen von Feldmausködern auf der Basis von Zinkphosphid mittels Legeflinte möglich.

Feldmäuse: Schadbilder und Bekämpfung

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