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Getreide

Frankreich meldet kleinere Getreideernte

von , am
14.09.2010

Paris - In Frankreich haben die Landwirte in diesem Jahr eine spürbar kleinere Getreideernte eingefahren als 2009. Das Vorjahresniveau dürft um fast sieben Prozent verfehlt worden sein.

© Mühlhausen/landpix.de

Die Statistik- und Prognoseabteilung (SSP) des Landwirtschaftsministeriums geht in ihrer aktuellen Schätzung von einem Getreideaufkommen von insgesamt 65,6 Millionen Tonnen einschließlich Körnermais aus. Damit wäre das Vorjahresergebnis um 4,6 Millionen Tonnen oder 6,5 Prozent verfehlt, der Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2009 aber noch um 0,7 Prozent übertroffen worden. Im Einzelnen beziffern die Statistiker die Produktion von Weichweizen auf 35,7 Millionen Tonnen. Das wären 1,5 Prozent weniger als zur Ernte 2009, aber 3,7 Prozent mehr als im fünfjährigen Mittel.

Geringere Erträge und Rückgang der Anbaufläche

Die Gerstenerzeugung verfehlte hingegen mit 10,3 Millionen Tonnen die Menge des Vorjahres deutlich, nämlich um ein Fünftel, und lag dem Ministerium zufolge um 6,9 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt. An Körnermais dürften 13,6 Millionen Tonnen geerntet worden sein, was gemessen am Druschergebnis von 2009 und dem mehrjährigen Mittelwert ein Minus von 11,2 Prozent sowie fünf Prozent bedeutet. Der Rückgang der Getreideerzeugung ist nach den Angaben der Statistiker auf geringere Erträge sowie der im Vergleich zum Vorjahr erfolgten Einschränkung der Anbauäche zurückzuführen. Beim Weichweizen konnte aber selbst die Ausweitung des Areals um vier Prozent den witterungsbedingten Rückgang der Erträge nicht kompensieren.

Durchschnittliche Rapsernte

Auch das diesjährige Rapsaufkommen ist gemäß der aktualisierten Schätzung des Pariser Landwirtschaftsministeriums nach drei Rekordjahren hintereinander erstmals wieder deutlich kleiner ausgefallen. Hier wurde eine nahezu dem mehrjährigen Durchschnitt entsprechende Produktion von 4,75 Millionen Tonnen eingefahren; das entsprach gegenüber dem Ergebnis von 2009 einer Abnahme um rund 840.000 Tonnen beziehungsweise 15,1 Prozent. Dabei kam es den Fachleuten zufolge in allen wichtigen Anbaugebieten zu Ertragseinbußen. Die Sonnenblumenernte ging ausschließlich ächenbedingt um 3,1 Prozent auf 1,66 Millionen Tonnen zurück.

Deutliche Steigerung bei Eiweißpflanzen

Bei den Eiweißpanzen wurde indes aufgrund einer kräftigen Ausweitung der kultivierten Flächen eine deutliche Steigerung der Druschmengen erreicht: Eingebracht wurden insgesamt fast 1,6 Millionen Tonnen, womit das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr um 59,4 Prozent und das fünfjährige Mittel um fast 40 Prozent übertroffen wurden. Für Futtererbsen melden die Statistiker dabei im Jahresvergleich einen Anstieg der Produktion um 94,6 Prozent auf annähernd 1,1 Millionen Tonnen, für Futtererbsen eine Zunahme um 14,9 Prozent auf 504.000 Tonnen. Die diesjährige Futtermaisernte wird jetzt auf 16,5 Millionen Tonnen veranschlagt. Das wäre bei einer gegenüber 2009 nahezu unveränderten Anbauäche ein Rückgang um etwa zehn Prozent. (AgE)

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