Login
Getreide

Futtergetreide in der Schweiz knapp

© landpixel
von , am
05.07.2013

Bern - In der Schweiz ist Futtergetreide Mangelware. Die heimische Landwirtschaft kann den Eigenbedarf auch in diesem Jahr nicht decken.

© Andreas Dück/aboutpixel.de
Was bereits in den vergangenen Jahren der Fall war, setzt sich in der Schweiz auch 2013 fort: Der Bedarf an Futtergetreide kann bei weitem nicht aus der Inlandsproduktion gedeckt werden. Das geht aus der letzten Ernteschätzung vor der Ernte 2013 von Swiss Granum hervor.
 
Swiss Granum rechnet mit einer Futtergetreideernte von 474.200 Tonnen (inklusive nicht mahlfähigem Brotgetreide). Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Viel zu wenig Futtergetreide

Swiss Granum rechnet mit einer Brotweizenernte von 389.500 Tonnen - 1,4 Prozent (%) weniger als 2012. Die Dinkelernte soll mit rund 10.700 Tonnen nochmals deutlich kleiner ausfallen (Minus 15,1 %) als im vergangenen Jahr.  Die Roggenernte hingegen schätzt Swiss Granum leicht höher ein. Insgesamt sind 409.000 Tonnen zur Verwendung als Brotgetreide bestimmt.
 
Bei der Futterweizenernte rechnet Swiss Granum mit einem Minus von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2012 und damit mit einer Ernte in Höhe von 52.900 Tonnen. Die Gerstenernte soll 2013 mit 172.500 Tonnen um 4,3 Prozent unter der Vorjahresernte liegen, ebenfalls unter der Erntemenge von 2012 bleibt wohl Hafer mit 7.400 Tonnen. Bei Triticale entsprechen 53.800 Tonnen der im Vorjahr produzierten Menge.
 
Für eine genaue Prognose der Körnermaisernte ist es noch zu früh. Die aktuelle Schätzung liegt mit 147.700 Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres. Somit sind insgesamt 474.200 Tonnen Futtergetreide inklusive nicht mahlfähiges Brotgetreide zu erwarten (Minus 2,2 %). Damit kann der inländische Bedarf bei weitem nicht gedeckt werden.

Ölsaaten bleiben auf stabilem Niveau

Die Rapsernte wird mit 68.700 Tonnen leicht tiefer als im Vorjahr geschätzt (Minus 0,4 %). Die Sonnenblumenernte bewegt sich mit 9.300 Tonnen auf Vorjahresniveau. Insgesamt ist bei den Ölsaaten mit 81.700 Tonnen eine stabile Entwicklung verglichen mit 2012 zu erwarten.
 
Bei den Eiweißerbsen und somit auch bei den Eiweißträgern insgesamt erwartet Swiss Granum einen leichten Anstieg erwartet (Plus drei Proztent). Die geschätzte Menge beträgt 14.600 Tonnen.

Vegetationsreport: Bericht aus dem Hochwassergebiet

Auch interessant