Obwohl die meisten Schläge mit Stickstoff und Schwefel angedüngt sind ist die vegetative Entwicklung der Kulturen momentan sehr langsam. Woran kann das liegen? Das Pflanzenbauportal ISIP (Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion e.V.) kennt den Grund.
Miserable Nährstoffverfügbarkeit
Die Hauptursache für den derzeitigen Kulturzustand seien laut ISIP die bisher noch „untätigen“ Böden. Tonhaltige Böden seien noch kalt und könnten deshalb die Freigabe von Nährstoffen nicht einleiten. Folglich ist die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen derzeit mehr als miserabel. Die Böden lieferten nämlich nahezu keinen Stickstoff, Schwefel oder Mangan an die Pflanzen. Gerste möchte aufgrund der Tageslänge und den wärmeren Lufttemperaturen mit dem Wachstum loslegen, kann aber nicht richtig.
Die Folgen seien auf dem Feld sichtbar. Aufgehellte, gelbe Gerstebestände seien landesweit zu beobachten, schreibt ISIP weiter. Viele Wintergerstenbestände seien in den letzten Wochen zunehmend gelb geworden. Grund dafür sei die Witterung.
Blattdünger hilft gegen Spurennährstoffmangel
Wie ISIP schreibt, könnte dem Spurennährstoffmangel kurzfristig mithilfe von entsprechenden Blattdüngern begegnet werden, beispielsweise mit 1,0-1,5 kg/ha Mangannitrat, 1,0 Liter/ha Lebosol Mangan Gold SC oder mit 1,0 Liter/ha Folicin Mn plus flüssig. ISIP erklärt weiter, dass es in den meisten Fällen günstiger wäre zu warten bis der ausgebrachte Dünger voll zur Wirkung kommt. Pflanzenschutztechnisch sei gegen die genannten Symptome nichts zu machen.
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