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Getreide

Gelbrost: Forscher berichten von neuem Stamm

© landpixel
von , am
12.06.2014

Das schweizer Institut für Pflanzenbauwissenschaften, Agroscope, berichtet von einem neuen, besonders virulentem Gelbroststamm. Er tritt auf Sorten auf, die bislang als resistent galten.

Gelbrostbefall: 8 der 33 Getreidesorten im Öko-Sorten-Versuch sind von dem Schadpilz befallen. © landpixel
In der Schweiz weisen dieses Jahr mehrere Triticale- und Weizensorten Gelbrost auf. Die Forschungsgruppe Pflanzenzüchtung und genetische Ressourcen des Instituts für Pflanzenbauwissenschaften, Agroscope, berichtet von "mehreren sehr starken Befällen". Bei Weizen seien vor allem die Sorten Papageno, CH Claro, Forel und Fiorina betroffen, bei Triticale die Sorten Mikado, Prader und Tarzan.
 
Die Bestände sind nach Angaben der Forscher mit einem besonders virulenten Stamm des Krankheitserregers infitiziert.

Neue, besonders ansteckende Variante entdeckt

Offenbar sind die Bestände mit einer neuen, besonders virulenten (ansteckenden) Variante des Gelbrosts befallen. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem sie Proben von Ende April aus der Westschweiz analysiert hatten. Besonders brisant dabei ist, dass der Gelbrost in Sorten aufgetreten ist, die auf der diesjährigen Sortenliste von swiss granum noch als resistent geführt werden.

Mit Hilfe eines Tests wollen die Forscher jetzt die Resistenzen von in- und ausländischen Sorten neu bewerten. Daraus soll dann eine ergänzende Sortenliste resultieren.

Bestände teilweise stark befallen

Auch in Deutschland wird teilweise von einem massiven Befall der Getreidebestände mit Gelbrost berichtet. Bei einer aktuellen Umfrage unter agrarheute.com-Usern gaben 23 Prozent der Umfrageteilnehmer an, eine Pflanzenschutzmaßnahme gegen Gelbrost zu planen.
 
Auch in unserer Community landlive berichten einige Mitglieder von teils erheblichem Befall mit Gelbrost. Zum Thread ...

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