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Pflanzenschutz

Gerste: Frostschäden nicht mit Typhula verwechseln!

Typhula an Gerste
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
06.04.2018

Mittlerweile ist die Vegetation in Schwung gekommen. Jetzt zeigen sich in manchen Wintergerstenbeständen gelbe Pflanzen. Nicht immer sind das Folgen des Frosts.

In diesem Jahr findet man vermehrt die Typhula-Fäule in gelben Wintergerstenbeständen, berichtet Nikolaus Schackmann vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Eifel. Befall ist auf den ersten Blick mit Schäden durch Frost, Mehltau, Brachfliegenbefall oder Nässe zu verwechseln.

Typhula ist ein wenig spezialisierter Schwächeparasit: Er kann alle Wintergetreidearten befallen. Die Wintergerste ist jedoch am anfälligsten.

Typisch sind die braunen Dauerkörper

Typhula an Gerste

Der Befall zeigt sich an nesterweise vergilbenden Pflanzen. Die jüngsten Blätter sind schmal und stehen aufrecht. Zieht man die älteren Blätter ab, sind dahinter die hell- bis rotbraunen 0,5 bis 5 mm großen Dauerkörper zu erkennen (siehe Bild oben).

Gefährdet sind Gerstenbestände in getreidereichen Fruchtfolgen. Leichte, untätige Böden mit pflugloser Bewirtschaftung erhöhen das Risiko.

Fruchtfolge ist jetzt entscheidend

Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Bei wüchsigem Wetter wachsen sich die befallenen Flächen wieder aus.

„Aber bauen Sie auf befallenen Flächen in den nächsten 2 bis 3 Jahren keine Winter- oder Sommergerste an“, rät Nikolaus Schackmann. Ausfallgerste sollte konsequent bekämpft werden. Eine tiefe Pflugfurche senkt ebenfalls die Infektion der folgenden Wintergetreidesaaten.

Mit Material von Nikolaus Schackmann, DLR Eifel

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