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Getreide

Gerste: Den Wurzeln beim Wachsen zuschauen

© LfL_Bayern
von , am
19.08.2014

Freising - Forscher der Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern untersuchen derzeit die Auswirkung der N-Düngung auf die Gerste. Mittels durchsichtiger Pflanzbehälter wird das Wurzelwachstum beobachtet.

Blick in das Gewächshaus mit der Moving Fields Anlage © LfL Bayern
In der sogenannten Moving Fields Anlage der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising startet in diesem Monat ein neuer Versuch zur Untersuchung der Stickstoffeffizienz von Gersten.
 
19 Sorten werden am LfL-Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung mit drei verschiedenen Stickstoff-Düngungsstufen geführt. Um ihre unterschiedliche Nährstoffeffizienz zu analysieren, werden täglich von jeder Sorte fotografische Aufnahmen im Bereich des sichtbaren Lichts und der Fluoreszenz der Gerstenblätter gemacht. Die Pflanzen werden dazu in Kleinstparzellen von 0,1 m² kontinuierlich auf einem Förderband durch das Gewächshaus bewegt, vollautomatisch bewässert und gedüngt. Auf diese Weise ist es möglich, Wechselwirkungen zwischen Sorten und Umwelteigenschaften in einem Versuchsmaßstab durchzuführen, der deutlich näher an der Praxis liegt, als Untersuchungen an Einzelpflanzen.

Wirkung von Bodenmikroben wird ebenfalls geprüft

Versuchspflanzen in einem der neuen Pflanzbehälter bei der Aufnahme des Wurzelwachstums. © LfL Bayern
In der Anlage soll erstmalig auch die Wirkung von Bodenmikroben auf die N-Effizienz von Gerste geprüft werden. In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz Zentrum München wurde in einigen Pflanzbehältern ein Substrat mit verschiedenen Bodenbakterien eingebracht. Die Wissenschaftler erwarten damit nicht nur Ergebnisse zur züchterischen Verbesserung der Pflanzen, sondern auch neue Impulse zur Optimierung der N-Effizienz durch entsprechende Behandlung des Bodens. Die ersten Ergebnisse dieser Versuchsreihe sind Ende November zu erwarten.

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