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Getreidemarkt

Gerstenpreise 25 Euro/t niedriger als im Vorjahr

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Katharina Krenn/agrarheute
am
21.06.2016

Deutschland hat rund 17 Prozent mehr Gerste an Drittländer verkauft als im vorigen Wirtschaftsjahr. Die Gerstenpreise sind derzeit 25 Euro/t niedriger als im Vorjahr.

Die europäischen Exportverkäufe (Lizenzen) von Gerste übertreffen den Rekordwert aus dem vorigen Wirtschaftsjahr 2014/15. Nach den Angaben der EU-Kommission wurden im bisherigen  Wirtschaftsjahr 2015/16 bis 14. Juni rund 9,4 Mio. t Gerste (Lizenzen) in Drittländer verkauft. Wie der Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager berichtet, hat Deutschland als größer EU-Exporteur hat rund 17 % mehr Gerste in Drittländer verkauft. Frankreich als zweitgrößter Exporteur hat seine Ausfuhren um 13 % ausgeweitet.

Deutschland exportiert am meisten Gerste

Die deutschen Exportverkäufe in Drittländer haben im Vergleich zum Vorjahr um 17 % zugenommen. Mit dieser Ausfuhrmenge ist Deutschland weiterhin vor Frankreich die Nummer eins unter den europäischen Gerstenexporteuren. Das Ausfuhrtempo hat Mitte Juni noch einmal kräftig zugenommen, nachdem sich die Exporte Ende Mai bereits deutlich abgeschwächt hatte. Für die letzte Abrechnungswoche  meldet die Kommission eine Verkaufsmenge von 218.000 t.  

Gerstenpreise

Mitte Juni haben sich die Gerstenpreise  in Deutschland  behauptet und sind  in Frankreich zurückgegangen. Die aktuellen Preise für Gerste sind an den deutschen Exporthäfen etwa 25 Euro niedriger als im vorigen Jahr. In Frankreich beträgt der Preisabstand zum Vorjahr sogar 35 Euro. Am Exporthafen in Hamburg handelte man Futtergerste am Ende der vorigen Woche (17.06)  etwa mit 138 Euro/t und auf einem ähnlichen Niveau wie einer Woche (138 Euro). Die Preisvorstellungen für die neue Ernte liegen derzeit 10 bis 12 Euro über den aktuellen Preisen also etwa bei 150 Euro.

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