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Getreide

Gerstenpreise unter Druck

© Mühlhausen/landpixel
von , am
22.07.2014

Während in einigen Regionen die Gerstenernte wetterbedingt unterbrochen ist, ist das Getreide andernorts schon vom Halm. Mit den Preisen geht es sowohl am Termin-, als auch am Kassamarkt bergab.

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Der Druck auf die Erzeugerpreise ist mit dem Beginn der Gerstenernte deutlich gestiegen. Am Kassamarkt zeigt sich Anfang Juli vor allem bei Braugerste ein deutlicher Knick nach unten. Lagen die Braugerstenpreise am 5. Juli noch bei 191,57 Euro je Tonne (Euro/t), sind sie bis zum 19. Juli auf 177,31 Euro je Tonne gefallen. Betrachtet man allerdings den Zeitraum von 12. bis 19. Juli scheint der Abwärtstrend gebremst. Immerhin ergibt sich ein kleines Plus von 0,73 Euro.
 
Weniger drastisch fällt der Preisknick bei Futtergerste aus: Hier sind die Erzeugerpreise am Kassamarkt von 148,87 Euro je Tonne am 5. Juli auf 142,36 Euro/t am 19. Juli gefallen.

Braugerste: Sechs Euro Minus an der Matif

An der Matif liegt der Braugerstenpreis heute (7.04 Uhr) ebenfalls unter dem Vortagesniveau. So kostete der Fronttermin November gestern noch 206,00 Euro je Tonne und liegt heute sechs Euro darunter bei 200 Euro je Tonne. Der Preis bezieht sich dabei auf eine Kontraktgröße von 50 Tonnen.

Erträge hängen jetzt noch stark am Wetter

Die Anbaufläche von Wintergerste fällt dieses Jahr in Deutschland zwei Prozent größer aus als im Vorjahr. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes liegt sie bei 1,24 Millionen Hektar. Wie sich die Erträge entwickeln, hängt momentan noch stark am Wetter.
 
Denn nur in Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren vergangene Woche über die Hälfte der Bestände bereits gedroschen. In den anderen Bundesländern hingegen stand über die Hälfte der Wintergerste noch auf den Feldern.

DRV rechnet mit 1,9 Millionen Tonnen Sommer- und 8,7 Millionen Tonnen Wintergerste

Der Raiffeisenverband rechnet in seiner Ernteschätzung vom 11. Juli mit einer Sommergerstenernte in Höhe von 1,9 Millionen Tonnen, bei der Wintergerste 8,7 Millionen Tonnen. Damit fiele die Wintergerstenernte etwas größer und die Sommergerstenernte etwas kleiner aus als im Vorjahr. Die Erträge schwanken allerdings regional stark. So berichtet der DRV von im Südwesten deutlich schlechteren Ergebnisse als in den nördlichen und östlichen Bundesländern.
Mehr Prognosen und Ertragserwartungen finden Sie in unseren Themendossiers Ernte Deutschland und Ernte weltweit

Ernte Bayern: Von Minderertrag bis Spitzenergebnis

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