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Getreide

Getreide aktuell: So sieht's auf dem Feld aus

© Brigitte Maria/aboutpixel
von , am
22.05.2015

Der Winterweizen wird nach wie vor vom Gelbrost befallen und so langsam breitet sich auch der Echte Mehltau aus. Ein Blick auf die Bestände zeigt, welche Blattkrankheiten gerade besonders akut sind.

Beim Winterweizen ist der Gelbrost immer noch ein Probelm. Die Anschlussbehandlung darf nicht verpasst werden. © landpixel
Das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion kurz ISIP, beschreibt auf seiner Internetseite die aktuelle Situation beim Getreide. Die Bestandsaufnahmen beziehen sich in diesem Fall zwar auf das Bundesland Sachsen. Die Botschaft ist allerdings auf alle Standorte in Deutschland übertragbar. "Die Krankheits- und Schädlingskontrollen müssen laufend fortgesetzt werden", rät das Portal. Und so sieht es bei den einzelnen Fruchtarten aus.
 

Winterweizen: Anschlussbehandlung im Gelbrost nicht verpassen

Im Winterweizen, der sich im BBCH 37/39 im Gebirge und BBCH 45/49 – 53 im Flachland befindet, ist der Gelbrost weiterhin ein aktuelles großes Thema. Auch weniger anfällige Sorten können Befall zeigen. Auf Flächen mit zeitiger Fungizid-Vorlagebehandlung ist wieder Neubefall mit Gelbrost bis auf der 2. Blattetage (F-1) sichtbar. Die Anschlussbehandlung mit einem Gelbrost wirksamen Präparat darf nicht verpasst werden. Ist eine Fusariumbekämpfung in der Blüte vorgesehen sind entsprechend dem Resistenzmanagement die Azole zu wechseln. Septoria tritici ist vor allem im unteren Blattbereich sortenspezifisch vorhanden. In einigen Sorten ist jetzt auch der Braunroststärker im Kommen. In der Sorte Agil beginnt sich der Echte Mehltau auf dem 3. obersten Blatt auszubereiten. Vom Getreidehähnchen sind die ersten Larven vorhanden.

Triticale:

Das Gelbrostproblem besteht auch weiterhin sortenbedingt in Triticale – BBCH 39 - 53. Hier muss gegebenenfalls auch eine Anschlussbehandlung erfolgen.
     

    Wintergerste:

    Die Wintergerste blüht bereits oder steht kurz davor. Örtlich ist auf unbehandelten Flächen stärkerer Zwergrostbefall vorhanden. Meist spielen aber die Blattkrankheiten wie Netzflecken und Rhynchosporium eine untergeordnete Rolle. Ramularia ist noch nicht festgestellt worden. Zu beachten ist, dass die Fungizide in der Wintergerste höchstens bis BBCH 61 zugelassen sind.

    Winterroggen:

    Im Winterroggen hat die Ähre geschoben und steht kurz vor der Blüte. Beim Braunrost ist ein Befallsanstieg zu verzeichnen. Erste Pusteln sind schon auf den Fahnenblättern und am Halm zu sehen. Bei einem späten Fungizideinsatz muss die entsprechende Indikation beachtet werden. So sind einige Fungizide im Roggen nur bis BBCH 61 zugelassen, andere bis BBCH 69. Von einer Fungizidanwendung im Roggen in der Blüte wird abgeraten, da das Infektionsrisiko mit Mutterkorn steigen kann. Deshalb sollte ein noch erforderlicher Einsatz erst zu Blühende (BBCH 69) erfolgen.

    Sommergerste:

    Die Sommergerste befindet sich in der frühen Schossphase – BBCH 30 – 32. Örtlich tritt in den Sorten Catamaran und Grace verstärkt Mehltau auf. Kontrollieren Sie die Bestände. In der Sommergerste sollte auf eine Einmalbehandlung ab BBCH 33/37 orientiert werden.

    Optische Sensoren für den Pflanzenbau

    GreenSeeker: Das System zeichnet die ausgebrachte Düngermenge auf. Diese Daten lassen sich in die Schlagkartei importieren. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
    In Verbindung mit dem Display von John Deere (GS 2600 ISO) können Geräte mit ISO-Bus-Steuerung direkt angesteuert werden. Für die Dokumentation wird eine GreenStar CF-Chipkarte verwendet. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
    Das System GreenSeeker düngt nach Pflanzenbedarf. Das soll den Düngeraufwand reduzieren. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
    Bei dem OptRx-System werden die Sensorköpfe an einem Gestänge im Frontanbau oder direkt am Spritzgestänge geführt. Fotos: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
    Für das System OptRx gibt es je nach Kultur unterschiedliche Applikationskurven für Mais, Weizen und Raps. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
    Die Sensoren am Gestänge an der vordere Seite eines Fendt-Schleppers. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
    Bei dem OptRx-System ist die Dokumentation in Form digitaler Karten möglich. Sie können in einem "Map-Overlay"-Verfahren wieder benutzt werden. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
    Die Technische Universität München hat zusammen mit Firma Fritzmeier Umwelttechnik den ISARIA-Sensor entwickelt. Das System besteht aus zwei Sensorköpfen an einem klappbaren Gestänge für den Schlepper-Frontanbau. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Die Sensorköpfe werden zwischen 40 und 100 Zentimeter über dem Bestand geführt. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Vier LEDs senden aktiv Licht in Wellenlängen. Das reflektierende Licht wird von Foto-Dioden gemessen. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Daraus wird ein Vegetationsindex gerechnet. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Der N-Versorgungszustand der Pflanzen wird widergespiegelt. Die Datenübertragung findet über Bluetooth auf einen Tablet-PC oder über ISOBUS statt. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Neben der Messung des Stickstoff-gehaltes bei Pflanzen und der Steuerung der Düngergabe,bezieht das System auch bestehendes Kartenmaterial in die Düngeoptimierung ein. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
    Der Sensor bietet bei Nutzung des fruchtartspezifischenDüngemoduls (derzeit für Winterweizen) eine Düngeempfehlung ohne weitere Kalibrierung. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
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