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Pflanzenbau-Ratgeber

Getreide: In auflaufenden Beständen Herbizideinsatz planen

Nahaufnahme Düsen von Pflanzenschutzspritze
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
06.10.2016

Der Regen lässt das Wintergetreide regional jetzt zügig auflaufen. Aber auch der Konkurrenzdruck durch Unkräuter steigt. Das gilt es beim Herbizideinsatz zu beachten.

Durch die Niederschläge werden die bereits gesäten Wintergetreideflächen zügig auflaufen, heißt es in der Onlineberatung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz. Neben dem Getreide wachsen aber auch die Ungräser und -kräuter.

Wie die DLR ihren Landwirten rät, sollten dort, wo als Herbizid auf Bodenwirkstoffe gesetzt wird, diese jetzt zügig auf den noch feuchten Boden ausgebracht werden.

Ackerfuchsschwanz: Darauf sollten Sie achten

In Wintergerste auf Resistenzstandorten bei Ackerfuchsschwanz habe sich im Beratungsgebiet der DLR in den vergangenen Jahren die Kombination aus 0,6 l Herold und 3,0 l Boxer bewährt. Diese müsse unmittelbar nach der Saat und auf jeden Fall noch vor dem Auflaufen des Ackerfuchsschwanzes appliziert werden.

Eine Reduktion der Aufwandmengen habe sich nicht bewährt. Aus Verträglichkeitsgründen müsse das Saatgut ausreichend mit Erde bedeckt sein.

Ohne Resistenzen und moderatem Ackerfuchsschwanzdruck werden laut DLR mit Cadou Forte Set 0,3+0,75 l oder 0,6 l Herold oder 4,0 l Malibu oft ausreichende Wirkungsgrade erzielt.

Windhalm: Spitzen des Getreides abwarten

Auf Standorten mit Windhalm könne bis zum Spitzen des Getreides bzw. Windhalms gewartet werden. Bacara 1,0 l, Viper Compact 1,0 l, Filon Pack 3,0l+60 g oder reduzierte Mengen von Herold oder Malibu hätten sich gegen Windhalm bewährt.

Aber auch auf Windhalmstandorten habe man den optimalen Einsatztermin schnell versäumt. Aufgrund der noch hohen Temperaturen im Beratungsgebiet rechnen die Experten der DLR Rheinland-Pfalz mit einem zügigen Auflaufen von Getreide und Unkräutern.

Quelle: DLR Rheinland-Pfalz, isip

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