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Getreide

Getreide-Ernteschätzungen 2014 für Russland und Ukraine

© Sven Brentrup/aboutpixel
von , am
22.10.2014

Während die Kontrahenten Russland und Ukraine über die Bedingungen für die Gaslieferungen für den nahenden Winter ringen, gaben sie beide fast gleichzeitig ihre Getreide-Ernteschätzungen 2014 heraus.

© Mühlhausen/landpixel
Während die Kontrahenten Russland und Ukraine in Brüssel weiter über die Bedingungen für die Gaslieferungen für den nahenden Winter verhandeln, gaben sie beide fast gleichzeitig ihre neuesten Getreide-Ernteschätzungen heraus.
 
Demnach erwartet Russland eine Getreideernte von über 100 Millionen Tonnen. Der Durchschnittsertrag ist um 13 Prozent (%) höher als im Vorjahr. Und trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine in den vergangenen Monaten wird auch in der Ukraine insgesamt mit einer größeren Getreideernte als im Vorjahr gerechnet. Mitte Oktober schätzte das dortige Landwirtschaftsministerium die Gesamt-Getreideernte 2014 auf über 60 Millionen Tonnen.

Russland: Getreideernte über der 100-Millionen-Tonnen-Marke

In Russland bestätigen die vom Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Erntedaten für Weizen, Gerste und Mais die hohen Erwartungen an die Getreideernte. Gleichzeitig befinden sich die russischen Weizenexporte insgesamt auf hohem Niveau, schwächen sich jedoch im Oktober ab. Die russische Weizenernte war bis zum 15. Oktober zu 93 Prozent abgeschlossen und Gerste war zu 97 Prozent geerntet. Die russische Maisernte war bis zum 20. Oktober zu etwa 62 Prozent eingebracht. Das meldete Ende der letzten Woche das russische Landwirtschaftsministerium.
 
Bis zum 15. Oktober waren 104,1 Millionen Tonnen (Mio t) Getreide von rund 41,7 Mio. Hektar (ha) geerntet. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 84,8 Mio. t Getreide von 38,4 Mio. ha geerntet. Damit war die russische Getreideernte am 15. Oktober rund 23 Prozent oder 19,3 Mio. t größer als im letzten Jahr. Der Durchschnittertrag lag bei 2,5 t/ha und war damit 13 Prozent (%) höher als im Jahr 2013 mit 2,21 t/ha.

Ukraine: Reichlich Weizen und Gerste für den Export

Auch die Ergebnisse der ukrainischen Getreideernte fallen deutlich besser aus als im letzten Jahr. Die bisherigen Exporte bei Weizen und Gerste übertreffen die Ausfuhrmengen des Vorjahres bislang deutlich. Das ukrainische Wirtschaftsministerium veranschlagte die Gesamternte in einer gemeinsamen Schätzung mit dem Landwirtschaftsministerium Mitte Oktober auf 60,76 Mio. t. Dabei war die Maisernte bis zum 16. Oktober zu 56 % eingebracht, die Ernte von Weizen und Gerste war im Wesentlichen schon im September beendet.
 
Bis zum 16. Oktober erreichte die ukrainische Erntemenge einen Umfang von 50,1 Mio. t. Im letzten Jahr lag die Produktion zu diesem Termin bei 45,1 Mio. t und war damit 10 % kleiner. Die diesjährige Weizenernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 23,98 Mio. t veranschlagt. Die Erntefläche bei Weizen (Sommer und Winterweizen) lag nach den letzten Angaben bei etwa 6,3 Mio. ha und war damit 0,27 Mio. ha kleiner als 2013 (6,57 Mio. ha).
 

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