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Getreide

Getreide: Keine Auswinterungsschäden in der EU

von , am
24.01.2013

Die Crop-Monitoring-Agentur MARS geht davon aus, dass Frost in der EU keine größeren Schäden an Getreide verursacht. Die Witterungsverhältnisse seien jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen.

© agrar-press
Die Wintersaaten in der Europäischen Union dürften bis Ende Januar nicht in größerem Umfang durch Frost (Auswinterung) geschädigt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS in ihrem Report vom 21. Januar sowie ihrer Einschätzung zum Zustand der Wintersaaten in der Europäischen Union.

Im Westen zu warm, im Osten zu kalt

Nach Einschätzung von MARS waren die Witterungsverhältnisse in Europa seit Mitte Dezember sehr variabel. Während die Temperaturen im Osten des Kontinents ungewöhnlich niedrig waren, lagen die Werte im Westen Europas deutlich über dem Durchschnitt. In Teilen Nord- und Westeuropas fiel außerdem reichlich Niederschlag, während es in Spanien und Italien sowie im Westen Rumäniens sowie in Teilen Russlands deutlich zu trocken war.

Neuer Kälteeinbruch im Januar

Die zweite Dezemberhälfte begann zunächst mit einem Kälteeinbruch in Europa. Danach stiegen die Temperaturen vor allem in der Westhälfte des Kontinents an und lagen über dem langjährigen Mittel. Dagegen war der Winter im europäischen Teil Russlands zunächst extrem kalt. Zum Monatswechsel wurde es aber auch dort milder.
 
Im Januar waren die Temperaturen dann fast überall zu hoch, mit Ausnahme der Schwarzmeerregion und den östlichen Teilen Russlands. Ab Mitte Januar kam dann sowohl der Osten als auch der Westen Europas erneut unter den Einfluss arktischer Kaltluft.

Schneedecke schützt Wintersaaten

Die Temperaturen sanken ab Mitte Januar nun auch in Teilen West- und Zentraleuropas zeitweise bis auf minus zehn Grad. Betroffen waren Teile Deutschlands, Frankreichs, Spaniens, Italiens und Griechenlands.
 
Im östlichen Teil der EU sowie in Russland, Weißrussland und der Ukraine sackten die Temperaturen sogar auf Werte zwischen Minus zehn und Minus 20 Grad ab. Derzeit gibt es nach den Satellitenbeobachtungen von MARS eine teilweise geschlossene Schneedecke von Deutschland bis nach Russland, die den Wintersaaten ausreichend Schutz bietet.
 
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