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Ernte

Getreide verlustfrei lagern

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
29.08.2016

Wenn die Ernte nicht direkt verkauft wird, kommen die Körner ins Lager. Um keine Verluste zu erleiden, müssen Feuchte, Temperatur und Sauberkeit stimmen.

Wird Getreide nach der Ernte eingelagert, müssen die Bedingungen stimmen. Die Körner atmen auch nach dem Drusch weiter und erzeugen damit sowohl Feuchtigkeit als auch Wärme. Deswegen sollte sich erwärmendes Getreide in eine Leerzelle umgelagert oder mit Kaltluft belüftet werden. Dies ist nicht mit der Lagerbelüftungstrocknung zu verwechseln, da hier warme Luft eingeblasen wird.

Temperatur im Getreidestapel kühlen

Während der Ernte herrschen Temperature zwischen 20 °C bis 25 °C vor, die auch im Erntegut gemessen werden können. Hohe Temperaturen im Getreide schaffen aber auch gute Bedingungen für den natürlichen Besatz an Mikroorganismen. Da sich dies negativ auf die Ware auswirkt, sollte die Temperatur im Getreidestapel zu Beginn auf unter 20 °C und langfristig auf unter 10 °C heruntergekühlt werden.

Reifen die Körner im Lager nach, kommt es zur Schwitzwasserbildung, das Getreide atmet und erwärmt sich. Der Schwitzprozess wird bewusst vor der eigentlichen Trocknung vorgesehen, sollte aber überwacht werden. Als Faustzahlen für Getreide sehen Experten einen Feuchtegehalt von unter 22 Prozent und eine Schwitzdauer von höchstens 24 Stunden.

So sollte das Lager aussehen

  • Das Lager selbst muss baulich einwandfrei und gegen Feuchtigkeit geschützt sein.
  • Ferner sollten die Anlagen einfach zu säubern sein.
  • Altgetreide oder Staub muss vor der Einlagerung komplett entfernt werden (Ritzen und Trennwände beachten).
  • Das Lager darf keine Öffnung, durch die Tiere eindringen können (Vögel, Mäuse, etc), die sich am Getreide laben.
  • Müssen Eindringlinge bekämpft werden, müssen unbedingt die erlaubten Zeitabstände und der Umfang einer etwaigen chemischen Behandlung eingehalten werden.

Kontrolle des Lagergutes wichtig

Während der Lagerung sollte die Qualität des Getreides regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig sind

  • Temperatur und
  • sensorische Prüfung

Die korrekte Lagerung der Druschfrucht gehört genauso zu einer erfolgreichen Getreideernte wie der Ertrag am Halm. Denn was helfen hohe Hektarerträge oder Rophproteingehalte, wenn das Korn im Anschluss im Silo vergammelt?

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