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Pflanzenschutzmittelzulassung

Getreidebeize EfA verschwindet vom Markt

Flugbrand in Gerste
am Freitag, 30.07.2021 - 08:43 (Jetzt kommentieren)

Bayer muss die Fungizidbeize EfA vom Markt nehmen, weil ein Wirkstoff EU-weit ausgelistet wurde. Aber es gibt Aufbrauchfristen.

Mit der Fungizidbeize EfA verschwindet ein weiteres weit verbreitetes Pflanzenschutzmittel vom Markt. Zum 30. September 2021 widerruft das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Zulassung von EfA.

Der Grund: EU-weit endet die Genehmigung des enthaltenen Wirkstoffs Triazoxid – das steht schon seit Sommer 2019 fest. Damit müssen auch die nationalen Mittelzulassungen beendet werden.

Diese Verkaufs- und Aufbrauchfristen gelten für EfA

Bayer CropScience folgte als Zulassungsinhaber von EfA dem üblichen Weg und hatte den Widerruf nun beantragt. Damit ergeben sich aber auch Abverkaufs- und Aufbrauchfristen über den 30. September 2021 hinaus:

  • Bis 30. März 2022 darf das Beizmittel verkauft und
  • Bis 30. März 2023 aufgebraucht werden.

Wichtig: Danach sind etwaige Reste entsorgungspflichtig!

Wichtiges Saatgutbehandlungsmittel gegen samenbürtige Erreger

Damit entfällt mit dem Ablauf der Fristen ein wichtiges Suspensionskonzentrat zur Saatgutbehandlung aller wichtigen Getreidearten.

EfA war in Sommer- und Winterweizen, Winter- und Sommergerste, Roggen, Triticale und Hafer gegen viele samenbürtige Krankheiten zugelassen: Die wichtigsten Indikationen waren Stein- und Flugbrand, Schneeschimmel, Netzflecken, Streifenkrankheit und Fusarium culmorum.

Beispielsweise fehlt künftig mit Blick auf den seit einigen Jahren häufiger in Gerste auftretenden Flugbrand ein weiterer Wirkstoff.

Mit Material von BVL
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