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DBV Ernteschätzung

Getreideernte: Wetterextreme verringern Ertragspotenzial

Case Ih-Mähdrescher und Überladewagen bei Getreideernte
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Anke Fritz, agrarheute
am
03.07.2017

Die Wetterextreme im Juni drücken in einigen Regionen Deutschlands auf die Getreideernte. Der DBV geht dennoch von einer Getreideernte auf Vorjahresniveau aus.

"Zum Erntebeginn sehen wir beim Zustand der Getreide- und Rapsbestände in Deutschland deutliche regionale Unterschiede. Der Deutsche Bauernverband erwartet eine Getreideernte von gut 45 Millionen Tonnen, die mengenmäßig knapp dem Vorjahr mit 45,4 Millionen Tonnen entsprechen wird. Der Durchschnitt der Ernten 2012 bis 2016 in Höhe von 47,9 Millionen Tonnen wird damit aber nicht erreicht." Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, bei einem Pressegespräch zum Auftakt der Getreide- und Rapsernte.

Der Auftakt zur Ernte fand in diesem Jahr in Eberdingen in der Nähe von Ludwigsburg in Baden-Württemberg statt. Die zuletzt heißen und trockenen Witterungsverhältnisse und der Starkregen in einigen Regionen bringen vor allem beim Weizen einige Unsicherheit bei der Schätzung der Getreideernte.

Extreme Witterung beeinflusst die Ernte

"Die Wintergerstenbestände sind durch die Trockenheit im Juni mit regional extrem hohen Temperaturen zügig abgereift. Letztendlich werden jedoch die ersten Druschergebnisse zeigen, inwieweit die teils extreme Juni-Witterung die Erträge und Qualitäten von Winterweizen, Winterraps und das Sommergetreide beeinflusst hat. Deshalb sind derzeit die Erwartungen unserer Bauern an die diesjährige Ernte eher zurückhaltend", betonte der Bauernpräsident.

In Brandenburg bangen die Landwirte aufgrund der Wetterextreme um ihre Ernte.

 

Winterweizen mit Trockenschäden

"In weiten Teilen Deutschlands lassen sich Trockenschäden in den Beständen erkennen. Gerade der Winterweizen könnte zuletzt Ertragspotenzial und Qualität eingebüßt haben. Da der Winterweizen mit knapp 3,2 Millionen Hektar die wichtigste in Deutschland angebaute Getreideart ist, ist sein Ertrag ein maßgeblicher Faktor für das Gesamtergebnis der Getreideernte", erläuterte Rukwied die jüngsten Sorgen der Landwirte. Der DBV erstellt seine Ernteprognose auf der Basis von Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu ihren aktuellen Ertragsschätzungen.

Getreideernte auf Vorjahresniveau

Die Getreideanbaufläche in Deutschland fällt mit 6,25 Millionen Hektar geringfügig kleiner aus als im Vorjahr (6,32 Millionen Hektar), weswegen die im Vergleich zur Vorjahresernte erwarteten leicht höheren Erträge von knapp 7,3 Tonnen pro Hektar nicht zu einer Steigerung der Gesamterntemenge führen werden.

Ertragserwartungen beim Raps unterm Durchschnitt

Die in Deutschland im Anbau bedeutendste Ölpflanze ist Winterraps. Der DBV geht derzeit von einer Erntemenge von knapp 4,7 Millionen Tonnen aus. Die Ertragserwartungen liegen mit rund 3,6 Tonnen pro Hektar niedriger als der Fünfjahresdurchschnitt von 3,9 Tonnen pro Hektar. Ursachen hierfür sind ein regional erhöhter Krankheits- und Schädlingsdruck, der Kälteeinbruch mit Nachtfrösten im April, welcher die Rapsbestände in der Blüte traf, sowie die Trockenheit der letzten Wochen.

Mit Material von DBV

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