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Getreide

Getreideernte/EU: Copa-Cogeca rechnet mit 2,3 Prozent mehr als 2013

© Rico Kammerer/fotolia
von , am
26.06.2014

Brüssel - Die Copa-Cogeca veröffentlicht neue EU-Getreideschätzungen für das Wirtschaftsjahr 2014/2015. Den Erwartungen nach wird es eine gute EU-Ernte.

© Burkhardt Trautsch/aboutpixel.de
Copa-Cogeca (Zusammenschluss des europäischen Dachverbandes der Landwirte und des europäischen Dachverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften) hat am Dienstag die neuen Schätzungen für den Getreidesektor in der EU 28 für 2014/2015 herausgegeben. Der europäische Dachverband geht nach eigenen Angaben von einer guten Ernte aus. Den Schätzungen zufolge liegen die Erträge 2,3 % über dem Vorjahresniveau. Diese Schlussfolgerung zog die Sitzung der Arbeitsgruppe "Getreide" von Copa-Cogeca.

'Gute Ernte zeichnet sich ab'

In der Sitzung gaben viele Mitgliedstaaten an, dass sich dieses Jahr eine gute Ernte abzeichne, was einen Gegensatz zur Rest der Welt darstellen würde. Insgesamt wird in der EU-28 eine Ernte von 304,147 Millionen Tonnen (Mio. t) pflanzlicher Erzeugnisse erwartet. Das sind rund 6,7 Mio. t mehr als 2013. Davon entfallen auf die wichtigsten Arten:
  • Weizen: 147,356 Mio. t
  • Gerste: 54,471 Mio. t
  • Triticale: 11,868 Mio. t
  • Hafer: 7,906 Mio. t
  • Mais: 68,030 Mio. t
Die Anbau-Fläche ist in den EU-28 mit 56,8 Millionen Hektar (Mio. ha) ähnlich groß wie 2013 (56,9 Mio. ha). Für Deutschland prognostiziert Copa-Cogeca eine Gesamterntemenge an Getreide in Höhe von 48,275 Mio. t. Frankreich wird den Schätzungen nach 70,153 Mio. t und das Vereinigte Königreich 23,044 t ernten.

Probleme mit Gelbrost

Max Schulman aus Finnland, Vorsitzender der Arbeitsgruppe von Copa-Cogeca, hob in der Sitzung die Probleme der unvorhersehbaren Witterungsbedingungen und des Gelbrosts, der in manchen Ländern vorgekommen ist, hervor. Er betonte die Notwendigkeit krankheitsresistenter Pflanzen, neue und bessere Sorten, Forschung und Entwicklung und gute Pflanzenschutzmittel.
 
"Dieses Jahr zeigt, dass Pflanzenschutzmittel essenziell sind, um das Potenzial unserer Pflanzen voll auszuschöpfen. Ohne diese Produkte und ohne neu gezüchtete Sorten können die Landwirte der EU die Wirtschaft Europas nicht ankurbeln", sagte er. Copa-Cogeca hat in Zusammenarbeit mit der Rabobank auch eine Studie gestartet, die einen besseren Überblick über die derzeitigen Kapazitäten der Lager und deren Anbindung an die Infrastruktur verschaffen und somit die Funktionsweise des Binnenmarktes stärken soll. 

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