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DRV-Ernteprognose 2016

Getreideerträge sollen geringer ausfallen

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Katharina Krenn, agrarheute
am
16.03.2016

Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet in 2016 geringere Durchschnittserträge bei Weizen, Gerste und Roggen. Die Anzahl der Anbauflächen ist nahezu gleich zum Vorjahr.

In seiner ersten Schätzung 2016 geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) von einer Getreideernte in Höhe von 48,3 Millionen Tonnen (Mio. t) aus. Damit wird ein Ergebnis auf Vorjahresniveau (48,9 Mio. t) prognostiziert. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 47,2 Mio. t wird leicht übertroffen (+ 2,3 %). Als Gründe führt der DRV bei einer nahezu unveränderten Gesamtanbaufläche zunächst geringere Durchschnittserträge beim Weizen (-1,7 %) und bei Gerste (- 4,4 %) an. Diese Mindermengen sollen durch höher prognostizierte Erträge beim Körnermais teilweise kompensiert werden.

Ernteprognose nach Kulturen

  • Weizenernte mit 26,1 Mio. t  1,7 Prozent unter Vorjahresniveau
  • Gerstenernte mit 11,4 Mio. t rund 1,9 Prozent unter Vorjahresniveau bewertet.
  • Mais: 8,7 Prozent höhere Hektarerträgen als 2015
  • Roggen: mit knapp 3,3 Mio. t eine im Vergleich zum Vorjahr um zirka sechs Prozent geringere Erntemenge
  • Raps: eine Ernte auf Vorjahresniveau in Höhe von fünf Mio. t.

Bestände haben Winter gut überstanden

Die Getreide- und Rapsbestände haben das Winterhalbjahr insgesamt ohne nennenswerte Schäden überstanden. Obwohl sie durch das milde und wüchsige Herbstwetter oftmals überdurchschnittlich weit entwickelt waren, haben sie die kalte Winterung des Januars in weiten Teilen Deutschlands gut verkraftet. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt eine leichte Schneedecke in vielen betroffenen Regionen.

Aussaat ist dieses Jahr später

Die Frühjahrsbestellung hat wegen der nach wie vor niedrigen Temperaturen und der teilweise geringen Befahrbarkeit der Äcker aufgrund ausgiebiger Niederschläge noch nicht nennenswert begonnen. Sobald die Temperaturen steigen und die Böden abgetrocknet sind, werden die Landwirte mit den Bestellarbeiten beginnen, in diesem Jahr später als im vergangenen, aber trotzdem noch im langjährigen Mittel.

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