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Schädlinge

Getreidelaufkäfer: Jetzt auf Befall kontrollieren

Larve des Getreidelaufkäfers
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
20.02.2018

Kahlfraß kommt zum Glück nur selten vor, aber erste Getreidelaufkäfer sind schon jetzt beobachtet worden. Vor allem Feldränder sollten Sie jetzt im Blick haben.

Das Frühjahr startet langsam und die Larven des Getreidelaufkäfers werden wieder aktiv. Stellenweise wird an Feldrändern im Wintergetreide Fraß beobachtet. Häufig grenzt das Wintergetreide an Nachbarfelder an, die noch nicht bestellt sind. Dort finden die Larven keine Nahrung mehr.

Einwandern vom Feldrand oder Nachbarschlag

Im Übergangsbereich vom Totalschaden zum intakten Bestand sind die Pflanzen oberirdisch fransig verbissen und in die Erde gezogen. 3 bis 4 mm große Löcher im Boden weisen auf Befall hin. Die Löcher sind die Enden der Wohnröhren der ca. 2 bis 3 cm langen Getreidelaufkäferlarven.

Die Larven befinden sich etwa in maximal 15 cm Tiefe, sind hell mit braunen Rückenplatten und haben einen dunklen Kopf. Mit dem Spaten kann man sie in dem Übergangsbereich finden, was aber schwierig ist. Sie wandern vom Wegrand oder vom Nachbarfeld ohne Bewuchs vom Rand her ein. Das Wintergetreide ist dort in unterschiedlicher Tiefe zum Feldrand über mehrere Meter total geschädigt.

Nachsaat und Bodenbearbeitung

Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich, da kein Insektizid zugelassen ist. Erfahrungsgemäß hilft nur Nachsaat, etwa mit Sommerweizen mit einer störenden Bodenbearbeitung (z.B. Kreiselegge).

Wenn bei steigenden Temperaturen ab 8 °C die Larven wieder aktiv werden, empfehlen sich regelmäßige Kontrollen. Die Larven, aber auch die ab Juni schlüpfenden Käfer fressen vor allem nachts. Auf befallenen Feldern sollte kein Wintergetreide nachgebaut werden; am besten in Absprache auch mit dem Nachbarn, um den Larven die Nahrung zu entziehen. Eine konsequente Stoppelbearbeitung vernichtet das Ausfallgetreide als Nahrungsgrundlage.

Mit Material von ISIP

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