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Getreide

Getreidesaat mit der richtigen Beize schützen

von , am
11.08.2015

Ausreichend Wasser und ein gut vorbereitetes Saatbeet braucht das Getreide für einen guten Auflauf. Damit der Samen vor Schaderregern geschützt ist, sollte ferner die richtige Beize gewählt werden.

Seit 20. Juli 2015 wurde das Inverkehrbringen und die Aussaat von Wintergetreide verboten, welches mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Neonicotinoide behandelt wurde. © Mühlhausen/landpixel
Bei der bevorstehenden Getreideaussaat sollte laut LfULG Sachsen an einen umfassenden Beizschutz für
  • einen gesunden Feldaufgang,
  • eine gute Überwinterung und
  • die Ausschaltung von verschiedenen samen- und bodenbürtigen Krankheiten
gedacht werden. Es sei ratsam, bei der Mittelwahl auf ein möglichst breites Wirkungsspektrum gegen alle relevanten pilzlichen Schaderreger im Getreide zu achten.
 
Der Weizensteinbrand und der Zwergsteinbrand hätten örtlich wieder Bedeutung erlangt und dürften nicht unterschätzt werden. Wo die Typhula-Fäule als Schwächeparasit regional immer wieder eine Rolle spielt und teils größere Pflanzenausfälle verursacht, sollte die Beizung darauf ausgerichtet werden, rät das sächsische Landesamt.

Virusvektor Blattlaus: Die "Grüne Brücke" brechen

In diesem Frühjahr zeigte sich besonders bei Frühsaaten deutlich das Problem mit dem Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) in Wintergerste und auch im Winterweizen, was durch die Blattläuse im Herbst übertragen wird.
 
Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen zur Reduzierung des Virusbefalls sind
  • die Unterbrechung der "Grünen Brücke" (Ausfallgetreide so früh wie möglich beseitigen),
  • keine zu frühen Aussaattermine (Frühsaaten werden deutlich mehr geschädigt) und
  • keine Mulchsaaten nach Getreide.
Eine insektizide Beizung gegen Blattläuse gibt es nicht. Darum müssen die Neusaaten ab Auflauf kontinuierlich kontrolliert werden.
 
Die LfULG Sachsen weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Eilverordnung des BMEL zum Einfuhr- und Aussaatverbot von mit Neonicotinoiden gebeiztem Saatgut hin.
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