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Getreide

Glyphosat-Anwendung zur Ernteerleichterung

von , am
17.07.2010

Vor allem in Gerstenbeständen sind in diesem Jahr einige Unkräuter durchgewachsen. Die Wirkungsdauer der im Herbst applizierten Herbizide reichte selten aus, um die spät auflaufenden Unkräuter mitzuerfassen.

Gerstenbestand im Sommer mit starkem Unkrautbesatz (Kamille). © Mühlhausen/landpixel

Häufig ist infolge der Niederschläge im Mai Klettenlabkraut aus tieferen Schichten aufgewachsen. Zum Teil findet man aber auch Ungräser und Weizendurchwuchs. In Gerstenbeständen mit starkem Unkraut- bzw. Durchwuchsbesatz kann durch eine Vorernte-Anwendung eines Totalherbizides die Leistung des Dreschers erheblich verbessert werden.

Zudem kann ein Absamen diverser Unkräuter vermieden werden. Mit dieser Behandlung können auch vorhandene Unkräuter wie Quecken oder Kartoffeldurchwuchs bekämpft werden.

Den richtigen Zeitpunkt finden

Der Zeitpunkt der Anwendung bereitet immer wieder Probleme. Kommt die Ernte früher als geplant, bereiten uns die Wartezeit und die Wirkungssicherheit Probleme. Spritzt man zu früh, muss man mit Ertragsverlusten rechnen. Diese Verluste halten sich aber nach Versuchen der nu Agrar in Grenzen. Natürlich werden bei einer verfrühten Behandlung weniger Assimilate ins Korn verlagert, die geringeren Verluste des Mähdreschers können dies aber meist kompensieren.

Der optimale Termin für eine Vorerntebehandlung ist die Vollreife (etwa 23 bis 25 Prozent Feuchte). Hier kann man mit mindestens sieben Tagen bis zur Ernte rechnen. (pd)

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