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Düngeverordnung

Gülle: Auf Acker kein Verschieben der Sperrfrist mehr erlaubt

Schleppschlauchverteiler im Weizenfeld
© agrarfoto.com
von , am
07.09.2017

Auf Grünlandflächen darf die Wintersperrfrist um zwei Wochen verschoben werden. Auf Ackerland ist das jetzt nicht mehr möglich.

Nicht nur bei der Herbstdüngung gilt es einige Änderungen zu beachten. Während der Wintermonate gilt nach neuer Düngeverordnung eine Sperrfrist von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff (N). Bei einem N-Gehalt von mehr als 1,5 Prozent Gesamtstickstoff in der Trockenmasse ist dieses Kriterium erfüllt. Die Sperrfrist gilt damit quasi für alle stickstoffhaltigen Dünger.

Auf Grünland dürfen N-haltige Düngemittel vom 1. November bis 31. Januar nicht ausgebracht werden. Lediglich für eine Düngung mit Mist von Huf- und Klauentieren gilt die kürzere Sperrfrist vom 15. Dezember bis 15. Januar.

Auf Ackerland dürfen die Dünger nach der Ernte der letzten Hauptfrucht bis einschließlich 31. Januar nicht ausgebracht werden. Ausnahme sind vor dem 1. Otkober zulässig zu

  • Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter bei Aussaat bis 15. September nach Getreidevorfrucht oder
  • Wintergerste (nur nach Getreidevorfrucht) bei Aussaat bis 1. Oktober.

Die Düngeverordnung bietet aber, wie bereits in den vergangenen Jahren, die Möglichkeit, die Sperrfrist zu verschieben. Das gilt nur, wenn die Belange des Boden- und Gewässerschutzes dem nicht entgegenstehen. Die Sperrfrist darf dabei in ihrer Dauer nicht verkürzt, sondern nur verschoben werden.

Neu ist jedoch, dass nach der neuen Düngeverordnung eine Sperrfristverschiebung nur noch auf Grünland von zwei Wochen möglich ist.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist ein Verschieben der Sperrfrist auf Ackerland nicht mehr möglich! Begründung: Ein Verschieben auf einen Termin zwei Wochen vor der Ernte der Hauptfrucht ist unmöglich und die Dauer der Sperrfrist insgesamt darf nicht verkürzt, sondern nur verschoben werden. Das sollten Sie bei der Planung der Betriebsabläufe berücksichtigen.

Anträge stellt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf ihrer Homepage zum Download bereit.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze bei den Kollegen des Niedersächsischen Wochenblatts Land und Forst.

Mit Material von LWK Niedersachsen

Aktuelle Gülletechnik auf der EuroTier 2016

Scheibeninjektor Kusgu von Zunahmmer
Der neue Scheibeninjektor Kusgu von Zunhammer deckt die Gülle direkt bei der Ausbringung komplett mit Boden zu. © Krauß/agrarheute
Scheibeninjektor Kusgu von Zunahmmer
Die Maschine löst den Zuni-Disc ab. Nur 2,80 m Baulänge incl. Stabwalze bringen einen Geräteschwerpunkt nahe dem Trägerfahrzeug. © Werkbild
Flüssigkeitstankwagen ULT 24 von ZunhammerWErkbild
2015 wurde Zunhammer für seinen Flüssigkeitstankwagen aus GfK-Material ohne zusätzlichen Metallrahmen mit einer DLG-Silbermedaille ausgezeichnet. Die Tankwagen-Baureihe wird nun um den ULT 24 erweitert. Das neue Fahrzeug hat ein 3-achsiges, luftgefedertes Fahrwerk und ein Behältervolumen von 21 m³. © Werkbild
Güllesenor VAN-Control 2.0 Zunhammer
Der Güllesenor VAN-Control 2.0 von Zunhammer soll dem Landwirt in Echtzeit Daten zu seiner Tankmischung liefern. © Werkbild
Terra Variant 585 von Holmer
Der Terra Variant 585 von Holmer löst Mitte 2017 das bisherige Modell Terra Variant 600 eco ab. Mit dem Sechszylinder-Reihenmotor Mercedes Benz OM 473 LA E4-2 mit 585 PS/430 kW bleibt die Maschine das stärkste Trägerfahrzeug der Welt. © Krauß/agrarheute
Drehkolbenpumpe der VX-Serie von Vogelsang
In den Drehkolbenpumpen der VX-Serie von Vogelsang ist das patentierte InjectionSystem verbaut. © Krauß/agrarheute
Drehkolbenpumpe der VX-Serie von Vogelsang
Das System sorgt dafür, dass Fremdkörper direkt in den Pumpenraum injiziert werden und so kaum mit den Kolbenspitzen kollidieren. Erfahrungen aus der Praxis ergeben laut Vogelsang Steigerungen der Standzeit um das bis zu 2,5-fache. © Krauß/agrarheute
Vogelsang SynCult
Der SynCult von Vogelsang ist bereits bekannt und besteht ausAdapterrahmenGülleexaktverteilerAblaufschläuchen © Krauß/agrarheute
BaseRunner von Vogelsang
Auch bereits im Markt ist der BaseRunner. Das Modul kann an bestehende Schleppschlauchsysteme nachgerüstet werden. © Krauß/agrarheute
Schwanenhals-Einachser LT 16.000
Der Schwanenhals-Einachser LT 16.000 von Bauer/SGT ist mit einem 2-Kammer-System ausgestattet. Dies dient generell zur Stützlasterhöhung, wobei die erste Kammer immer als letztes geleert wird und die Stützlast somit immer maximal bleibt. © Krauß/agrarheute
Pumptankwagen Lowliner von BSA
Dank der Behältergeometrie und der speziellen Tankform des Pumptankwagen Lowliner von BSA ergibt sich ein sehr tiefer Schwerpunkt, wodurch die Fässer laut Hersteller extrem hangstabil werden und ein sehr stabiles Fahrverhalten aufweisen. © Krauß/agrarheute
Volumetra Joskin
Der Volumetra von Joskin ist ein zwei- oder dreiachsiger Gülleverteiler mit selbsttragender Struktur, der um die volumetrische Pumpe herum konzipiert wurde. Das Fassungsvermögen liegt zwischen 10.000 l bis 22.500 l. © Krauß/agrarheute
Liquiliser von Duport für die Gülleinjektion
Durch die hohlen Nadeln der Injektionsräder wird beim Duport Liquiliser die Flüssigkeit auf die richtige Tiefe im Boden eingebracht, wie es z. B. für das Cultandüngeverfahren mit flüssigen Stickstoffdüngern (AHL, Alzon usw.) sein sollte. © Krauß/agrarheute
Annaburger 3-Achs-Dolly
Der Annaburger Tankzubringer ist ein 3-Achs-Dolly für Feld-Ausbringfahrzeuge mit 21 m³, 24 m³ und 27 m³-Behältervolumen. © Krauß/agrarheute
Universalstreuer von Annaburger
Der Universalstreuer von Annaburger wurde nach unten mit dem Modell HTS 18.04 abgerundet. Sein Gesamtgewicht beträgt 18 Tonnen bei einem Ladevolumen von rund 14,1 m³. © Krauß/agrarheute
Universalstreuer von Annaburger
Zudem lässt sich dieser Anhänger innerhalb von zirka 1,5 h zum Häckseltransportwagen umbauen. © Krauß/agrarheute
Wittrock-Zubringerfass von Krampe
Das neue Wittrock-Zubringerfass von Krampe bietet mit einer Länge von 8,2 m ein Transportvolumen von ca. 26.000 l, welches mit drei Schwallwänden im Zaum gehalten wird. © Cornelius/agrarheute
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