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Getreide

GUS-Getreideernte 2010 deutlich unter Vorjahresniveau

von , am
03.03.2011

Moskau - Die widrigen Witterungsverhältnisse des vergangenen Jahres haben die Getreideernten in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) deutlich geschmälert.

Die Rekorderntewerte werden voraussichtlich dieses Jahr verfehlt. © Kurt Bouda/aboutpixel.de
Mit 134 Millionen Tonnen  fiel das Gesamtaufkommen in dem Staatenzusammenschluss rund 29 Prozent kleiner aus als 2009. Das geht aus einem Jahresbericht des zwischenstaatlichen GUS-Komitees für Statistik zur Entwicklung der landwirtschaftlichen Erzeugung hervor. Für dieses schlechte Ergebnis waren laut Darstellung der Statistiker vor allem witterungsbedingte Ernteausfälle in den drei bedeutendsten Erzeugerländern Russland, Ukraine und Kasachstan ausschlaggebend.

Höhere Ernten in Moldawien

In der Ukraine lag die Getreideernte mit 39,2 Millionen Tonnen um 14,8  Prozent unter Vorjahresniveau, während im Russland mit 60,9 Millionen Tonnen sogar ein Minus von 37,3 Prozent verzeichnet wurde. Noch schlechter war die Ernte in Kasachstan, wo das Getreideaufkommen um 41,5 Prozent auf 12,2 Millionen Tonnen zurückging.Auch die meisten anderen GUS-Länder hatten Ernteeinbußen zu verzeichnen, unter anderem Weißrussland; hier brachten die Landwirte mit sieben Millionen Tonnen rund 18 Prozent weniger Getreide ein als 2009. In Aserbaidschan sank die Getreidemenge um ein Drittel auf 1,9 Millionen Tonnen, in Kirgisien um 17,9 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen und in Armenien um zehn Prozent auf 300.000 Tonnen. Leicht unter dem Vorjahresergebnis lag die Getreideerzeugung mit 1,2 Millionen Tonnen in Tadschikistan.
 
Höhere Getreideernten als 2009 wurden lediglich aus Moldawien und Usbekistan gemeldet. In Moldawien fiel das Aufkommen mit 2,4 Millionen Tonnen um 11,5 Prozent besser aus als 2009, und in Usbekistan gab es ein kleines Plus von 0,5 PRozent auf 7,4 Millionen Tonnen. Turkmenistan als assoziiertes GUS-Mitglied liefert traditionell keineAngaben an die Statistikbehörde; Georgien war 2009 aus dem Staatenverbund ausgetreten.
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