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Getreide

Gute Startbedingungen für Raps schaffen

© landpixel
von , am
13.09.2011

Die Rapsaussaat hat vielerorts bereits begonnen. Stoppelbearbeitungsmaßnahmen sind in Folge der Ernte teilweise ausgeblieben. Deshalb sollte jetzt ein besonderes Augenmerk auf Ausfallraps gelegt werden.

In traditionellen Rapsanbaugebieten sind bei hohen Rapsanteilen in der Fruchtfolge mehr als zehn Durchwuchspflanzen/m² zu finden. © landpixel
Die gute Bodenfeuchtigkeit und die hohen Temperaturen sind optimale Voraussetzung für einen guten Feldaufgang. Die anhaltende Gewitterneigung ist bei der Saatbettbereitung zu berücksichtigen. Besonders in Hanglagen sollte eine Mulchsaat durchgeführt werden.
 
Sind die Flächen erst vor kurzem gemäht worden, sollte unmittelbar eine tieflockernde Bearbeitung erfolgen. Ist eine Pflugfurche geplant, sollte vorher erst das Stroh eingearbeitet werden, um das Einpflügen von Strohmatten zu verhindern. Wenn vor der Rapsaussaat organische Dünger eingearbeitet wurden, kann auf eine weitere Mineraldüngung verzichtet werden. Anderenfalls sollte vor allem bei Mulchsaat eine Förderung der Jugendentwicklung durch eine NP Düngung z.B. mit DAP erfolgen. Auch die Kaliversorgung ist abzusichern.

Rapsaufwuchs: Ausfallraps jetzt bearbeiten oder abspritzen

Der Ausfallraps ist aufgrund der Niederschläge gut aufgelaufen. In Folge der Ernte sind Stoppelbearbeitungsmaßnahmen teilweise ausgeblieben. In den nächsten Tagen sollte daher besonders der Ausfallraps wieder bearbeitet oder abgespritzt werden. Dies mindert auch das Risiko des Befalls mit Schnecken und Mäusen. Flächen die jetzt mit einem Grubber bearbeitet werden, können zur Aussaat des Weizens mit Universaldrillmaschinen direkt bestellt werden.
 
Getreidestoppel: Keine Brücken für Pilze und Blattläuse zulassen
 
Ähnlich wie nach Raps sind auch nach Getreide viele Flächen derzeit stark bewachsen. Auch, wenn vor allem nach Gerste eine Sommerung folgt, sollte dieser Zustand nicht toleriert werden. Das Ausfallgetreide bildet für viele Schaderreger wie Pilzkrankheiten oder Blattläuse eine gute Brücke zu den benachbarten Winterungen, die bereits in einigen Tagen wieder ausgesät werden. Eine Beseitigung des Bewuchses ist daher wichtig. Ein weiterer Stoppelbearbeitungsgang trägt zudem dazu bei, dass das Stroh noch besser im Boden verteilt wird.

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