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Getreide

Herbstaussaat: Genügend Z-Saatgut verfügbar

© agrar-press
von , am
10.09.2013

Für die Herbstaussaat ist ausreichend Z-Saatgut vorhanden. Allerdings könnte es bei einigen Sorten wegen starker Nachfrage zu Engpässen kommen, bei manchen macht die Keimfähigkeit Probleme.

Bis zum 30. Juli müssen die Landwirte ihre Nachbauerklärung abgeben. © agrar-press
Zur Herbstaussaat können die Landwirte in Deutschland von einer über alle Getreidekulturarten hinweg ausreichenden Versorgung mit zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) ausgehen.
 
Wie der Bundesverband der VO-Firmen (BVO) mitteilte, könnte es zwar bei einzelnen Sorten aufgrund starker Nachfrage zu Engpässen kommen. Bei dem umfangreichen Portfolio an Sorten sei aber eine gute Verfügbarkeit an Saatgut zu erwarten.

Schutz vor Mutterkorn

Dabei schafften frühzeitige Saatgutbestellungen Planungssicherheit für den Handel und sicherten dem Landwirt die rechtzeitige Bereitstellung der Ware zum Aussaattermin. Die Ernte auf den Getreide-Vermehrungsflächen sei nach witterungsbedingten Verzögerungen, die vor allem im Nordwesten Schleswig-Holsteins aufgetreten seien, nun bundesweit nahezu abgeschlossen.
 
Gerade in diesem Jahr mit erhöhtem Vorkommen von Mutterkorn nicht nur in Roggen und Triticale sondern auch in Gerste und Weizen, biete Z-Saatgut, für das bereits in der Anerkennung im Feld strenge Befallsgrenzen gelten, hohe Sicherheit für den Landwirt, erklärte der BVO. Die Verwendung von eigenem Nachbau hingegen könne zur Etablierung von Problemunkräutern und -gräsern wie zum Beispiel Flughafer, Klette oder Distel führen, gab der BVO zu bedenken.

Wintergerste/-roggen und Wintertriticale: Teils Probleme mit Keimfähigkeit

Wie der BVO zu den Druschergebnissen ausführte, reichten diese bei der Wintergerste von durchschnittlichen Erträgen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern bis hin zu guten und überdurchschnittlichen Erträgen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen. In Sachsen und Thüringen sind dem Verband zufolge allerdings schlechtere Wintergerstenerträge sowie Probleme bei der Saatgutanerkennung in Bezug auf die Mindestkeimfähigkeit verzeichnet worden. Das sei jedoch kein bundesweites Problem.
 
Die Winterweizenernte verlief nach seinen Angaben größtenteils zufriedenstellend, im Norden und Westen Deutschlands sogar mit überdurchschnittlich guten Flächenerträgen. Ausnahmen hätten hier die schleswig-holsteinischen Marschstandorte an der Westküste mit enttäuschenden Ergebnissen gebildet. Insgesamt gebe es jedoch keine Probleme mit der Keimfähigkeit des Winterweizensaatgutes.
 
Auch bei Winterroggen und Wintertriticale sei der Markt insgesamt gut versorgt. Regional komme es teilweise zu Problemen bei der Saatgutanerkennung aufgrund der Mindestkeimfähigkeit. Bundesweit hätten jedoch die guten bis sehr guten Bruttoerträge die damit eventuell verbundenen Verluste ausgeglichen. 

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