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Getreide

IGC: Neue Weizenernte deckt gerade den Bedarf

© Mühlhausen/landpixel
von , am
25.02.2013

Für die globale Weizenproduktion erwartet der Internationale Getreiderat für die Saison 2013/2014 einen Zuwachs von vier Prozent. Die Nachfrage steigt ebenfalls, sodass der Bedarf nur knapp gedeckt wird.

© Fritz/ah
Der Internationale Getreiderat (IGC) erwartet für die neue Saison 2013/14 derzeit einen Zuwachs der globalen Weizenproduktion von etwa vier Prozent bzw. 26 Millionen Tonnen (Mio.t) auf 682 Mio. t. Der Zuwachs wird jedoch fast völlig von der ebenfalls wachsenden globalen Nachfrage aufgebraucht. Damit verharren auch die weltweiten Endbestände bei Weizen auf dem sehr niedrigen Niveau des laufenden Jahres bzw. wachsen nur ganz moderat um etwa zwei Millionen Tonnen.
 
Der Welthandel mit Weizen verändert sich ebenfalls kaum. Vor allem die Schwarzmeerländer werden mit der neuen Ernte zunächst einmal die in diesem Jahr entstandenen Lücken bzw. den Bedarf am eigenen Markt füllen.

Versorgung nur über Bestandsabbau möglich

Für das noch laufende Wirtschaftsjahr 2012/13 hat der IGC die globale Produktion im Vergleich zur Prognose im Januar bei 656 Mio. t unverändert belassen. Der Verbrauch wird allerdings leicht um 1,4 Mio. t auf 677 Mio. t reduziert. Grund ist vor allem der im Vergleich zum Vormonat etwas geringere globale Verbrauch von Futterweizen, aber auch von Brotweizen. Das gilt insbesondere für die Schwarzmeerländer, China und Indien. In anderen Ländern (wie den USA oder Australien) nimmt der Verbrauch hingegen zu. Insgesamt klafft zwischen Produktion und Verbrauch am Weizenmarkt eine Lücke von 21. Mio. t, die nur durch den Rückgriff auf die globalen Bestände in der gleichen Größenordnung gefüllt werden kann.

Bestände in Indien und China größer

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Im Vergleich zum Vormonat erwartet der IGC die globalen Endbestände für das laufende Jahr mit 176 Mio. t allerdings geringfügig größer. Ursache sind vor allem die deutlich über den Erwartungen liegenden Weizenbestände in Indien und der moderate Bestandszuwachs in China. Dagegen schrumpfen die Bestände in allen wichtigen Exportländern (außer in Indien) im Vergleich zum Vormonat stärker als bisher erwartet. Insbesondere in den USA, aber auch in Russland, Australien, Kanada und Kasachstan hat der IGC die Endbestände nach unten korrigiert. Auch die Exportmenge hat der IGC bei fast allen großen Exporteuren leicht reduziert (mit Ausnahme der EU).
 
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