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Getreide

IGC: Stabile Ernteprognose für Weizen

© landpixel
von , am
27.07.2012

Berlin - Der Internationale Getreiderat korrigiert in seiner aktuellen Prognose den weltweiten Bedarf an Weizen nach unten. Die weltweite Ernteprognose bleibt stabil auf dem Niveau von Anfang Juli.

Englische Landwirte holten sich dank einer perfekten Saison den Weltrekord für die Weizenernte. © Mühlhausen/landpixel
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat in seiner aktuellen Prognose die weltweite Weizenernte auf 665 Millionen Tonnen (Mio t.) geschätzt. Damit bleibt der IGC mit seiner Schätzung unverändert gegenüber der letzten Prognose von Anfang Juni. Damals korrigierte der IGC die Weizenernte um sechs Mio. Tonnen nach unten. Im Vergleich zur Rekordernte im Vorjahr sinkt die weltweite Weizenernte um 30 Mio. t. 



Den weltweiten Bedarf korrigiert der IGC von 682 Mio t. um zwei Prozent nach unten auf 679 Mio. t. Ursache dafür ist ein abnehmender Futterbedarf, der die steigende Nachfrage aus der Lebensmittel- und Industriebranche übertrifft.

Welthandel leicht rückläufig

Während für China und Indien die Weizenernte etwas besser eingeschätzt wird, als zuvor erwartet, fällt die Prognose für die acht größten Exporteure nochmals niedriger aus. Grund dafür ist vor allem die extreme Trockenheit in der Schwarzmeerregion und die damit einhergehenden Ernteverluste.
 
Den Welthandel mit Weizen korrigiert der IGC auf 133 Mio t. Die Schätzung von Anfang Juli lag noch bei 135 Millionen Tonnen. Auch hier liegen die Ursachen in den sinkenden Erträgen und Ausfuhrmengen der GUS-Staaten. Exportländer wie die EU und die USA könnten nun von der Situation in Osteuropa profitieren und die Verluste auf dem Markt durch Exporte ausgleichen.
 
Die globalen Lagerbestände werden laut IGC bis Ende 2012/2013 um 15 Mio t. abnehmen und somit ein Vier-Jahres-Tief erreichen.
 
 

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