Login
Getreide

IGC/Weizen: Globale Produktion deckt gerade so den Verbrauch

© Mühlhausen/landpixel
von , am
29.04.2013

Die weltweite Weizenversorgung wird wohl auch im nächsten Jahr eng bleiben. Der internationale Getreiderat korrigierte seine aktuelle Prognose zur Weizenproduktion nach unten.

Der Internationale Getreiderat setzte sowohl die globale Weizenernte als auch die weltweiten Weizenbeständen auf neue Rekordwerte nach oben. © Mühlhausen/landpixel
Die neue globale Weizenernte wird um 3,6 Prozent bzw. 24 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 680 Mio. t wachsen. Davon geht der Internationale Getreiderat in seiner aktualisierten Marktvorschau aus. Im Vergleich zur letzten Prognose von März wurde die Produktion damit um drei Millionen Tonnen zurückgenommen. Gleichzeitig steigt der globale Verbrauch relativ moderat um rund vier Millionen Tonnen auf den bislang zweithöchsten Wert.
 
 
Damit können die kräftig abgebauten globalen Bestände jedoch kaum zunehmen und die weltweite Versorgung bleibt auch im nächsten Jahr eng.

Weizenpreise für neue Ernte in Europa 13 % niedriger

Am europäischen Terminmarkt sind die Preise für die neue Ernte weiterhin gut 30 Euro/t niedriger als die aktuellen Weizenpreise. Während der Maikontrakt in Paris am 21. März knapp 242 Euro/t kostete, wurde der November für knapp 210 Euro/t gehandelt. In London kostete der Futterweizen der aktuellen Ernte umgerechnet 229 Euro/t und die neue Ernte wurde für 217 Euro und damit wegen der sehr wahrscheinlich nur zwölf Euro preiswerter gehandelt. Hier schlägt sich die auch für das nächste Wirtschaftsjahr erwartete sehr knappe Versorgung auf den britischen Inseln deutlich in den Preisen nieder. In den USA kostete der in Chicago gehandelte Weizen (SRW) aktuell 195 Euro. Gleichzeitig wird die neue Ernte wegen der erwarteten schwachen US-Ernte (Trockenheit und Auswinterung) mit 197 Euro etwas teurer gehandelte als der alte Weizen.
Auch interessant