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Getreide

Lageranfällige Hafersorten jetzt kürzen

von , am
25.05.2011

Da der Hafer auf vielen Standorten das Fahnenblatt-Stadium erreicht, steht bei lageranfälligen Sorten der Einsatz eines Wachstumsreglers an. Im Winterweizen muss jetzt die Abschlussbehandlung durchgeführt werden.

Hafer bis EC 37/39 kürzen
 
Wenn bis jetzt noch keine Kürzung in lageranfälligen Sorten durchgeführt wurde, kann diese bis spätestens EC 37/39 (Fahnenblatt) mit den zugelassenen Wachstumsreglern Trinexapac oder Chlormequat durchgeführte werden. Diese Maßnahme kann mit der Bekämpfung von Läusen (lambda-Chyhalothrin oder Esfenvalerat) kombiniert werden. Es bietet sich an, die Versorgung mit Spurennährstoffen (Mangan, Kupfer) sicherzustellen. Bei genauer Betrachtung kann man auf den unteren Blättern rötlich gefärbte Blattflecken finden, hierbei handelt es sich in aller Regel um Septoria avenae. Mit der Zunahme der Temperaturen ist zudem mit Haferkronenrost zu rechnen.

Eingeschränkte Mittelauswahl

Da im Hafer nur wenige Fungizide (Azoxystrobin, Epoxiconazol+Fenpropimorph+Kresoxim-m, Fenpropidin, Cylufenamid) zugelassen sind, ist die Mittelauswahl eingeschränkt. Wenn bereits Mehltau aufgetreten sein sollte, kann dieser mit Fenpropidin oder Cylufenamid bekämpft werden. Septoria avenae und Haferkronenrost werden durch die Kombination Epoxiconazol+Fenpropimorph+Kresoxim-m mit erfaßt, vorbeugend kann hier auch das Azoxystrobin eingesetzt werden. Der Hafer reagiert jedoch intensiv auf Strobilurine, nicht selten kommt es nach dem Einsatz zu einer ungleichmäßigen Abreife von Körnern und dem Stroh. Hier wäre es wünschenswert, daß von Seiten der Industrie auch andere Mittel zur Verfügung gestellt werden würden. Zumal gegen Septoria avenae wie auch gegen Haferkronenrost Azolprodukte ausreichen würden.
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