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Düngung

Nach den letzten Frostnächten düngen?

Gülleausbringung bei Frost
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
28.02.2018

Wenn der Frost langsam verschwindet, stehen Düngerstreuer und Güllefass parat. Kann der Boden die Nährstoffe aber schon aufnehmen? Tipps aus der Beratung.

Zum Ende der Kälteperiode wollen viele Ackerbauern die Befahrbarkeit der letzten Frostnächte nutzen, um ihre Bestände zu düngen. Um Bußgelder zu vermeiden, müssen die Flächen tagsüber auftauen. Das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Eifel gibt darüber hinaus Tipps für die anstehende Düngung.

Die Argumente für eine Düngung auf Frost sind zugkräftig. Etwa: "Wenn es wieder regnet, kann ich für Wochen nicht mehr über die Fläche fahren" oder "wenn es trocken bleibt, löst sich der Dünger nicht mehr auf".

Kaum Mangel, aber Abschwemmungsgefahr

Das DLR empfiehlt aber, unnötigen Stress bei der Düngung zu vermeiden. „Die Vegetation kommt erst ab April so richtig in Gang. Bis dahin ist die Nährstoffaufnahme eher gering.“ Eine Ausnahme bildet der Raps. Hinzu kommt, dass die Bestände derzeit recht gut dastehen und nicht an Nährstoffmangel leiden. Das zeigen auch die relativ hohen Nmin-Werte.

Die jetzige Wetterlage berge die Gefahr der Nährstoffabschwemmung, wenn zum Wochenende hin auf den noch gefrorenen Boden gekörnte oder organische Dünger ausgebracht werden, warnen die Berater des DLR. Durch den tief gefrorenen Boden ist die Gefahr besonders hoch. Oberflächlicher Abfluss der Niederschläge nimmt dann einen Großteil der Nährstoffe mit.

Höchstmengen bei der Düngung einhalten

Das DLR rät: Sollten sich die vorhergesagten Niederschlagsmengen deutlich verringern, ist eine Düngung auf den letzten Frost möglich. Dabei sind die Vorgaben der Düngeverordnung bezüglich Höchstmengen auf Frost weiterhin einzuhalten.

Mit Material von DLR Eifel

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