Login
Getreide

Mäuse könnten durch schneereichen Winter zum Problem werden

von , am
12.03.2010

Dresden - Die lange Zeit verbreitet geschlossene Schneedecke im Winter gab den Feldmäusen vielerorts Schutz vor den strengen Frösten und auch vor Greifvögeln und anderen Feinden.

© Mühlhausen/landpixel.de

Wie es im aktuellen Pflanzenbaurat des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heißt, wurde örtlich auf einigen Winterraps- aber auch auf Wintergetreideflächen eine Zunahme der Feldmausaktivität nach der Schneeschmelze festgestellt. Eine Kontrolle der Winterungen, Ackerfutter- und Grünlandflächen ist deshalb unbedingt anzuraten. Um die Entwicklung der Population und die Notwendigkeit einer Bekämpfung nach Überschreitung des Bekämpfungsrichtwertes (5 bis 8 wieder geöffnete Löcher in 250 m² im Wintergetreide) ermitteln zu können, sollte die Besatzdichte nach der bewährten "Lochtretmethode" festgestellt werden (zutreten aller Löcher auf 250 m² und Auszählen der Anzahl wieder geöffneter Löcher am nächsten Tag).

Wird ein Einsatz chemischer Präparate zur gezielten Feldmausbekämpfung notwendig, müssen die durch die Zulassungsbehörde festgelegten Auflagen und die Gebrauchsanleitung unbedingt exakt eingehalten werden. Die zugelassenen Präparate dürfen, entsprechend der Zulassung, nur verdeckt in Köderstationen oder direkt in die Mäusegänge ausgebracht werden. Auch das Aufstellen von Sitzkrücken für Greifvögel kann helfen, den Mäusebesatz zu verringern, rät das LfULG Sachsen. (pd)

Auch interessant