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Getreide

Mahlweizen: Exportgeschäft startet gut

von , am
05.01.2010

Paris/London - Der Januartermin konnte sich bei leichten Zugewinnen am ersten Handelstag im neuen Jahr oberhalb der 130 Euro je Tonne (€/t) behaupten.

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Der Markt folgte dabei in erster Linie einem freundlicheren Marktumfeld. Die Notierungen an der Leitbörse in Chicago legten am gestrigen Montag speziell beim Weizen kräftig zu.

Der physische Handel am heimischen Markt bleibt dagegen weitestgehend unaufgeregt. Für die Januarlieferung franko Hamburg wird B-Weizen unverändert mit etwa 130 €/t bewertet. An der Exportfront bleibt es vergleichsweise ruhig. Im Zeitraum Juli bis Oktober wurden aus Deutschland 2,2 Millionen Tonnen (2008/09: 1,4) in Drittländer und 1,2 Millionen Tonnen (2008/09: 1,3) in andere EU-Staaten exportiert. Damit startete das Exportgeschäft durchaus sehr gut in das laufende Wirtschaftsjahr.

Mangelnde Neugeschäfte: Exportaktivitäten könnte abnehmen

Es bleibt aber die nicht unbegründete Befürchtung, dass mangels Neugeschäft die Exportaktivitäten in den kommenden Monaten merklich abnehmen dürften. Russland bleibt mit aggressiven Offerten der Hauptkonkurrent auf den für die EU so wichtigsten Absatzmärkten. Die Preisdifferenz auf Fob-Basis ist jedoch auf weniger als 5 $/t zusammengeschmolzen. Insgesamt wurden bis zum 22. Dezember 8,157 Millionen Tonnen an Exportlizenzen gebucht und damit, 2,8 Millionen Tonnen weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Ausblick: Angesichts der EU-weit guten Angebotslage dürfte die Marke von 135 €/t für die Kursentwicklung an der MATIF zurzeit eine Obergrenze darstellen. Die Seitwärtsbewegung auf einem Niveau von etwa 130 €/t sollte vorerstweiter Bestand haben.

Tendenz: Seitwärtsbewegung

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