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Getreide

Mahlweizen: Physischer Markt hält Preisnevau der Vorwoche

von , am
21.01.2010

London/Paris - Nachdem die MATIF in der vergangenen Woche kontinuierlich an Boden verloren hatte, fingen sich die Notierungen am gestrigen Mittwoch ein wenig.

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Der Fronttermin hielt sich stabil über der Unterstützungsline von 125 €/t. Die Luft nach unten wird merklich dünner. Bis zu den Tiefstständen von September letzten Jahres fehlen nur noch 2,50 €/t.

Der physische Markt hält bei nur geringen Preisänderungen das Niveau der Vorwoche. Franko Hamburg wurde B-Weizen für prompte Lieferung mit 127 €/t angeboten. Für das eher schleppend verlaufende Exportgeschäft könnte sich der schwächelnde Euro als Hoffnungsschimmer am Horizont erweisen. Entscheidend wird sein, ob Länder wie beispielsweise der Iran (mit 1,3 Millionen Tonnen der größte Käufer von deutschem Weizen in der letzte Saison) wieder in den Markt kommen werden und das Exportgeschäft ankurbeln.

Wettbewerbsfähigkeit ist aufgrund des Wechselkurses und der niedrigeren Kassamarktpreise gegeben. Aus heutiger Sicht spricht grundsätzlich nichts für eine Trendumkehr. Die Weizenbilanzen sind schwer und werden es aller Voraussicht nach auch in 2010/11 bleiben.

Ausblick: Ob die Notierungen ihren Boden tatsächlich schon gefunden haben, sollte sich in den kommenden Tagen herausstellen. Ein erstes Indiz dafür könnte sein, dass das aktuelle Preisniveau zunehmendes Interesse bei den Verarbeitern findet, auch in Punkto neue Ernte.

Tendenz: Fallend

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