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Wintergerste

Mangan- oder Sauerstoffmangel: Wenn Gerstenbestände aufhellen

Wintergerste Mangel
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Karl Bockholt, agrarheute
am
26.10.2017

Gerste hellt derzeit vielerorts auf. In betroffenen Beständen sind Unkräuter meist schon vor dem Regen bekämpft worden. Auf solchen Schlägen sind jetzt oft Streifen in den Fahrspuren zu sehen. Oder sie kommen an Überlappungen vor.

Der Grund muss aber nicht immer Manganmangel sein. Vielmehr handelt es sich oft schlicht um Sauerstoffmangel. Der hat seinen Grund in der Verdichtung der Böden in Verbindung mit der langen Nässe.

Wann Flüssigdünger lohnt

  • Auf gut durchfeuchteten Böden findet sich derzeit eher kein typischer Manganmangel.
  • Für bessere Winterfestigkeit lohnt dennoch oft eine Gabe mit Flüssigdüngern. Zu spritzen sind die ab dem 3 bis 4-Blattstadium. Optimal sind sie bei Bestockungsbeginn der Gerste.
  • Humose Böden mit hohem pHWert und höherer organischer Düngung in der Vorgeschichte sind nichtsdestotrotz für Manganmangel anfällig.
  • Auf typischen Mangan-Mangelstandorten lohnen daher oft höhere Aufwandmengen. Zum Beispiel 1,5 bis 2,5 l Mangannitrat plus 5 kg Epso Combitop. Möglich sind Kombinationen mit einem Insektizid.
  • Vergangenes Jahr zeigten Versuche etwa in Nordwestdeutschland, dass Behandlungen auch auf Raureif recht sicher wirken.

Kontrolle ist nötig

Sind die Flächen nach längerem Regen wieder befahrbar, sollte es nach dem Einsatz flüssiger Dünger mindestens einen Tag lang trocken sein. Im zeitigen Frühjahr ist eine Nachkontrolle nötig.

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