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Getreide

Marktreport: Folgen des USDA-Reports für den Weizenmarkt

von , am
15.05.2014

Erstmals in diesem Jahr wurden im neuen USDA-Report die Daten und Bilanzen zur neuen Ernte geschätzt. Die Folge war ein kräftiger Preisrutsch an den Märkten.


Hauptgrund für die ausgeprägte Korrektur der Preise ist die besser als zuvor von den Analysten erwartete globale Versorgung im neuen Wirtschaftsjahr, was seinen Ausdruck in einem Anstieg der globalen Endbestände findet. Die erste Ernteschätzung des USDA zur nächsten Weizenernte 2014/15 liegt bei 697 Millionen (Mio.) t. Im Vergleich zur letzten Rekordernte ist dies zwar ein Rückgang der Produktion jedoch wäre dies immer noch die zweitgrößte jemals überhaupt eingebracht Weizenernte. Außerdem soll der globale Verbrauch ebenfalls schrumpfen und kann damit durch die neue Ernte gedeckt werden. Die Bestände nehmen deshalb sogar zu, anstelle zu schrumpfen, wie Analysten zuvor erwartet hatten.

EU-Ernte wird größer als im Vorjahr geschätzt

Die neue europäische Weizenernte erwartet das USDA etwas größer als im letzten Jahr. Der europäische Export soll im nächsten Wirtschaftsjahr von der aktuellen Rekordausfuhr von 30 Mio. t auf 27,5 Mio. t zurückgehen. Trotzdem würden die Europäer mit dieser Menge die USA als größten globalen Exporteur überholen.
 
Am Weizenmarkt haben in den letzten Tagen vor allem die Preise für die alte Ernte nachgegeben. Dabei ist erstmals in diesem Jahr in Europa die neue Ernte teurer oder mindestens ebenso teuer wie die alte Ernte. Bislang halten sich die Preise (am Terminmarkt) jedoch über der Marke von 200 Euro.
 
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