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Getreide

Marktreport: USDA-Bericht macht Druck auf Weizenpreis

von , am
12.12.2013

Wie so oft müssen sich die Märkte nach den aktualisierten Daten des USDA-Reports neu sortieren. Auch diesmal gab es einige Überraschungen, die von den Analysten im Vorfeld so nicht erwartet wurden.


Die Folge waren zum Teil kräftige Preiskorrekturen. Besonders betroffen war diesmal der Weizen. Sowohl die Produktion als auch der Export und die Bestände wurden nach oben korrigiert. Vor allem den Bestandeszuwachs hatten Analysten eigentlich weder für die USA noch für den Weltmarkt erwartet. Die Folge war eine deutliche Korrektur der Weizenpreise. In den USA fielen die Preise auf den tiefsten Stand seit drei Monaten und auch in Europa standen die Preise erstmals seit langem wieder unter Druck. Problematisch für die Europäer ist dabei, dass sich der Abstand zu den Weizenpreisen in den USA immer weiter vergrößert und durch den starken Euro zusätzlich wächst. Allerdings haben die Amerikaner den europäischen Weizen-Export noch weiter nach oben gesetzt und gehen somit weiter von einer starken Nachfrage nach europäischem Weizen in der Welt aus.

Mais wird auf neuen Rekordwert geschätzt

Beim Mais hat das USDA die Produktion ebenfalls leicht - auf eine neuen Rekordwert - nach oben gesetzt. Grund sind die größeren Ernten der Ukraine und Kanadas. Gleichzeitig steigt der Welthandel und der Verbrauch auf neue Rekordmarken, so dass die Bestände nicht ganz so stark wachsen wie erwartet und die Preise gestützt werden. Insbesondere der starke Rückgang der globalen Maispreise hat den Verbrauch auf allen Handelsstufen angekurbelt und übertrifft die ursprünglichen Erwartungen.
Sowohl in den USA als auch in Europa haben die Maispreise zwar nachgegeben, jedoch nicht so kräftig wie beim Weizen. Allerdings befinden sich die Maispreise in den USA bereits auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren und halten auch die US-Weizenpreise mit unten. In Europa hat sich der Mais hingegen gut behauptet, da offenbar die Versorgung nicht so gut wie erwartet ist. Das USDA hat deshalb auch die Importmenge für die Europäer angehoben.
 
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