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Getreide

Marktreport: Wassermangel bei US-Winterweizen

von , am
10.04.2014

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums befindet sich der der Winterweizen in den USA aktuell in (sehr) schlechter Verfassung. In den Hauptanbaustaaten herrscht Wassermangel.


Das bestätigte das USDA diese Woche in seinem ersten Bericht zum Zustand des Winterweizens in den einzelnen Bundesstaaten der USA. Die Ursachen für diese Situation sind der seit der Herbstaussaat anhaltende extreme Niederschlagsmangel in den Hauptanbaugebieten sowie überdurchschnittliche Auswinterungsschäden in einigen Bundesstaaten. Ganz besonders betroffen sind die wichtigsten US-Anbaustaaten für Winterweizen: Kansas, Texas, Oklahoma und Colorado. In diesen vier Bundesstaaten werden etwa 55 Prozent (%) des gesamten US-Winterweizens angebaut. Dabei handelt es sich insbesondere um den Brotweizen der Sorte Hard Red Winter (HRW).
 
In der Woche bis 06. April befanden sich nur noch 35 % des US-Winterweizens in gutem oder sehr gutem Zustand, während 29 % des Weizens als schlecht oder sehr schlecht eingestuft wurden. Das Crop-Monitoring des USDA von Ende November 2013 zeigt immerhin noch 62 % des Weizens in guter oder sehr guter Verfassung und nur 7 % in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand.

Bereits 2013 schlechte Bedingungen

Allerdings darf man nicht vergessen, dass im letzten Jahr zu dieser Zeit in den gleichen Bundesstaaten bereits eine ähnlich schlimme Trockenheit herrschte und der Winterweizen sich in ähnlich schlechter Verfassung befand. Die Folge war, dass die Weizenernte 2013 in diesen Bundesstaten deutlich schlechter ausfiel als im Jahr 2012. Dieses Szenario könnte sich dieses Jahr wiederholen.
 
Im April des Vorjahres (2013) befanden sich nach dem Crop-Monitoring des USDA (aus den gleichen Gründen) ebenfalls nur 36 % des Winterweizens in gutem oder sehr gutem Zustand, während 30 % in schlechter oder sehr schlechter Verfassung war.
 
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