Login
Getreide

Marktreport: Weizenpreise finden (noch) keinen Boden

von , am
25.09.2014

Noch immer haben die Weizenpreise keinen Boden gefunden. Am europäischen Terminmarkt sind die Preise zu Beginn dieser Woche bis auf 150 Euro/t gefallen. Ähnlich zeigt sich der Kassamarkt.


Gleichzeitig werden die Prämien für den vergleichsweise knappen proteinreichen Qualitätsweizen sowohl in Europa und Nordamerika als auch am Schwarzen Meer immer höher.

Der Hauptgrund für den starken Preisverfall beim Weizen sind die sehr großen Ernten in Europa und am Schwarzen Meer. Von diesen großen Erntemengen geht in Verbindung mit der ebenfalls sehr großen Maisernte starker Druck auf die Weizenpreise aus. Hinzu kommt der sehr harte Wettbewerb an den Exportmärkten. Dieser Wettbewerb hat zuletzt sowohl in Europa als auch in den USA und am Schwarzen Meer zu weiteren sehr kräftigen Preiskorrekturen nach unten geführt.

Auch Weizenpreise am Kassamarkt geben nach

In der Europäischen Union sind die Weizenpreise im September immer weiter gefallen. Am Dienstag (23. September) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am Terminmarkt in Paris nur noch 150 Euro/t und damit gut zehn Euro weniger als eine Woche zuvor (162,75 Euro) und sogar rund 20 Euro (!) weniger als noch vor zwei Wochen (172 Euro). Das ist der niedrigste Weizenpreis seit Juli 2010.
 
Am deutschen Kassamarkt haben die Weizenpreise in der letzten Woche ebenfalls weiter nachgegeben, wenn auch nicht so kräftig wie am Terminmarkt. Am Exporthafen in Hamburg handelte man den Brotweizen mit zwölf Prozent (%) Protein für den Septembertermin mit 163 Euro/t und damit etwa sieben Euro billiger als eine Woche zuvor (170 Euro).
 
Für A-Weizen mit 13 % Protein wurden in Hamburg 168 Euro/t (Vw: 175 Euro/t) geboten, Futterweizen wurde nur noch mit 152 Euro/t (Vw. 164 Euro/t) notiert.


Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Getreidepreise finden Sie im marktkompass.

Auch interessant