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Getreide

Marktüberblick: Rapspreis 30 Euro über'm Vorjahr

von , am
08.06.2015

Die Wettermeldungen aus den USA treiben derzeit die Weizenpreise in die Höhe. Eine enge Rapsversorgung und Daten aus Kanada lassen den Rapspreis an der Matif um über zehn Euro steigen.

Eine überraschend enge Rapsversorgung treibt die Preise nach oben. © Mühlhausen/landpixel
An den Terminmärkten in Europa und in den USA sind die Preisausschläge beim Weizen unverändert hoch. Das berichtet Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des Agrarmanagers. Hauptursache für die hohe Volatilität der Märkte sind die Unsicherheiten die die laufenden Wettermeldungen aus den USA, aus Kanada und auch Russland und Europa für das Ernte- und Exportpotential der betroffenen Länder bringen. Die Entwicklung der Mais- und Sojapreise in den USA gewinnt das zuletzt sehr regnerische und kühle Wetter im Mittelwesten der USA wachsenden Einfluss.
 

Weizenpreise im Wochenverlauf um 5 % gestiegen

Am vorigen Freitag sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt - mit Unterstützung des schwächeren Euros - gestiegen. Der Septembertermin beendete den Handel bei bei 184,50 Euro/t und damit ein Euro höher als am Vortag. Gegenüber der Vorwoche sind die Weizenpreise an der Matif sogar um 8,50 Euro bzw. 4,8 % gestiegen. Der Dezemberkontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 185,75 Euro/t aus dem Handel.  Gegenüber der Vorwoche sind die Weizenpreise für den Dezembertermin um acht Euro bzw. 4,5 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,50 Euro niedriger.
 

Rapspreise springen nach oben

Die Aussaatfläche in Kanada sowie das Aussaat-Tempo bei Raps/Canola und bei Sommerweizen bleibt weit hinter den Erwartungen. Das treibt neben einer überraschend engen Versorgung am physischen Markt auch die Rapspreise in Europa.
Die Rapspreise sind am vorigen Freitag am europäischen Terminmarkt kräftig gestiegen. Der Augustkontrakt wurde am Freitag mit 376,50 Euro gehandelt und damit zu 4,50 Euro höheren Preisen als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise für den Augustkontrakt an der Matif um 10,75 Euro bzw. 2,9 % gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 379,50 Euro und damit 4,75 Euro höher gehandelt als am Vortag  Gleichzeitig kostete der Novembertermin 11,75 Euro mehr als in der Vorwoche  Im Vergleich zum Vorjahr (346,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 30,25 Euro höher.
 
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