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Getreide

Matif-Weizen fällt auf Dreizehn-Monats-Tief

© Mühlhausen/landpixel
von , am
17.06.2013

Üppige Ernteaussichten und die Aufwertung des Euro sorgen für Preisdruck an der Börse. Der November-Future Weizen rutscht in Paris unter die Marke von 200 Euro.

© Eisenhans/Fotolia
Die Weizenfutures an der europäischen Leitbörse Matif in Paris haben in der zweiten Juniwoche ihren Abwärtstrend fortgesetzt und rutschten am vergangenen Woche unter die wichtige Marke von 200 Euro/t. Am vergangenen Freitagnachmittag gegen 14:40 Uhr notierten der November- und der Januarkontrakt einheitlich für 197 Euro/t, was einem Abschlag von jeweils 6,75 Euro/t oder 3,3 Prozent (%) gegenüber dem Abrechnungskurs der Vorwoche entsprach. Für den Märzkontrakt wurde ein Minus in derselben Höhe auf 198 Euro/t verzeichnet. Für Preisdruck sorgte unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die am vergangenen Donnerstag eine globale Weizenrekordernte von 702 Mio t vorhersagte.

Zunehmenden Konkurrenz für EU- Weizen

Außerdem korrigierte das Australische Amt für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) einen Tag zuvor seine Prognose für die Weizenernte 2013/14 im eigenen Land um 0,5 Mio t nach oben, und zwar auf 25,4 Mio t; das wären 3,3 Mio t oder 15 % mehr als im Vorjahr geerntet worden waren. Angesichts dieser überaus optimistischen Erwartungen in Kombination mit dem aktuell wieder relativ festen Euro gingen Händler von einer zunehmenden Konkurrenz für EU- Weizen auf den Exportmärkten aus.

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