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Analyse

Matif: Weizenpreise überspringen 180-Euro-Marke

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
11.07.2017

Die Weizenpreise überspringen an der Matif zum Beginn der neuen Woche die 180-Euro-Marke und klettern auf ein neues 2-Jahreshoch.

Am deutschen Kassamarkt folgen zunächst nur die Preise von Qualitätsweizen den höheren Vorgaben vom Terminmarkt. Dagegen bewegen sich die Preise für Brotweizen zunächst einmal auf hohem Niveau seitwärts. Auslöser für den erneuten kräftigen Preisanstieg an der Matif waren die ebenfalls erneut steigenden Weizenpreise in den USA.  

Am Mittwoch Abend dieser Woche wird das USDA neue Aussagen zur Weizenernte in den USA treffen und diese vor dem Hintergrund der extrem widrigen Witterungsbedingungen wohl noch weiter nach unten korrigieren. Auch bei anderen großen Produzenten und Top-Exporteuren wie etwa Kanada, Australien und der Europäischen Union, sind Korrekturen der Weizenernten und auch der Exporte nach unten zu erwarteten. Damit ergeben sich auch Auswirkungen auf die globalen Versorgungsbilanzen.

Die Preisentwicklung der letzten beiden Wochen ist jedenfalls Ausdruck einer erheblich knapperen globalen Versorgung, speziell mit Qualitätsweizen.

MATIF-Weizen deutlich über 180 Euro

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Die europäischen Weizenpreise sind bereits am Ende der vorigen Woche wieder gestiegen. Zum Beginn der neuen Woche folgt der MATIF- Weizen den erneut kräftig steigenden US-Weizen-Preisen ebenfalls nach oben und überspringt im laufenden Handel erneut die Marke von 180 Euro.

  • Die neue Weizenernte (September) 2017 beendete den Handel am Freitag bei 179,0 Euro/t und damit 1,25 Euro höher als am Vortag. Gleichzeitig handelte man die neue Ernte 2,50 Euro höher als eine Woche zuvor.  Im vorigen Jahr wurde der Weizen am Terminmarkt mit 157 Euro gehandelt und damit 21 Euro niedriger als am vorigen Freitag.
  • Der Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 185,50 Euro/t notiert und damit 1,25 Euro höher wie am Tag zuvor. Gleichzeitig wurde der Dezemberkontrakt 3,75 Euro höher gehandelt als eine Woche zuvor (181,75 Euro).
  • Der Märzkontrakt 2018 beendete den Handel am Freitag mit 188,50 Euro/t und damit 1,50 Euro höher wie am Tag zuvor. Außerdem kostete der März 9,50 Euro mehr als der vordere Septembertermin.

Am 10. Juli beginnen die Weizenpreise den Handel mit einem sehr kräftigen Preisanstieg. Der Septembertermin wird am Nachmittag mit 181,50 Euro notiert und damit 2,50 Euro höher als am Freitag und zugleich ein neues 17-Monatshoch. Der Dezemberkontrakt beginn den Handel mit 187,50 Euro notiert und damit 2,0 Euro höher als am Vortag.

Erntezeit und Sommerhitze: Bauernregeln im Juli

Regenwetter
Ernte auf acker
Acker im Sommer
Traktor im Unwetter
Regen auf Getreide
Mähdrescher im Feld
Weidevieh im Sommer
Aussaat von Rüben
Staubige Ernte
Strohballen auf Acker
Mähdrescher auf dem Feld
Rübenernte am Abend
Getreidefeld in der Sonne
Traktor auf dem Acker
Mähdrescher auf dem Feld
Weizenernte mit Mähdrescher
Getreidefeld
Regenwolken über Feld
Weinernte
Ernte im Sommer
Unwetterwolken über Ackern
Maisfeld mit Unwetterwolken
Mähdrescher am Abend
Maisernte im Herbst
Ernte im Hochsommer
Mähdrescher im Acker
Getreidefeld
Schwalbe auf Stromleitung
Zuckerrüben-Ernte
Traktor auf trockenem Acker
Wetterkapriolen
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