Login
Getreide

Mehr Konkurrenz aus Übersee für Europas Weizenexporteure

von , am
14.09.2010

Washington/Chicago/Paris - Europas Weizenexporteure müssen sich in den kommenden Monaten auf noch stärkere Konkurrenz aus Nordamerika einstellen. In Kanada rechnet man mit erhöhtem Exportüberschuss.

© Mühlhausen/landpix.de

Das US-Agrarressort hat seine Prognose für die Weizenausfuhren der 27 EU-Partnerländer auch deshalb deutlich zurückgenommen, und zwar von bisher 24,0 Millionen Tonnen auf 21,0 Millionen Tonnen. Die Washingtoner Experten verweisen zur Begründung auf einen nach oben korrigierten Exportüberschuss in Kanada. Das nordamerikanische Land könnte in der laufenden Vermarktungskampagne 17,5 Millionen Tonnen Weizen exportieren, zwei Millionen Tonnen mehr als bisher gedacht.

Höhere Ernte in Kanada erwartet

Parallel dazu hat das US-Agrarressort seine Prognose für die kanadische Weizenernte um ebenfalls zwei Millionen Tonnen auf 22,5 Millionen Tonnen nach oben gesetzt. Die zusätzlichen Exportmengen aus Übersee hatten die Terminhändler an der Pariser Matif offenbar nicht auf der Rechnung: Vorderer Matif-Weizen rutschte nach Veröffentlichung der aktualisierten US-Statistiken am Freitagnachmittag unter die psychologisch wichtige Marke von 230 Euro je Tonne, die erst kurz vor der Schlussglocke wieder zurückerobert werden konnte. Offenbar bemerkten die Terminmarktakteure erst auf den zweiten Blick, dass die Washingtoner Fachleute erneut auch die Schätzung für die EU-Weizenernte zurückgenommen haben, diesmal um 2,5 Millionen Tonnen auf 135,0 Millionen Tonnen. (AgE)

Auch interessant