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Getreide

'Mehrwert von Z-Saatgut sichert die Zukunft'

von , am
20.06.2014

Hochwertiges Saatgut zählt als das wichtigste Betriebsmittel in der Landwirtschaft. Auf den DLG-Feldtagen diskutierten Vertreter der Saatgutwirtschaft über den Mehrwert von den Z-Saatgut.

Bis zum 30. Juli müssen die Landwirte ihre Nachbauerklärung abgeben. © agrar-press
Saatgut ist nahzu das wichtigste Betriebsmittel in der Landwirtschaft. Über den Mehrwert von den Z-Saatgut diskutierten Vertreter der Saatgutwirtschaft auf den DLG-Feldtagen in Bernburg am Stand des Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS).
 
Die Vertreter betonten, dass durch kontinuierlichen Fortschritt ein Mehrwert erzielt worden sei. Züchtungsfortschritt, Qualität und Verfügbarkeit seien entscheidend für Wirtschaftlichkeit auf dem Acker, so der Tenor der Referenten. Empfehlungen gab es zu den eventuell in Kraft tretenden Auflagen für fungizide Beizmittel.

Züchtungsleistung entsprechend honorieren

Franz Beutl, Geschäftsführer der I. G. Pflanzenzucht und Sprecher der AG QSS im Gemeinschaftsfonds Saatgetreide, erläuterte die Neuerungen im Qualitätssicherungssystem (QSS). Durch eine Verschärfung der Aufbereiterauditierung und die Überarbeitung der Saatgutqualitätsparameter sei die Qualität von Z-Saatgut kontinuierlich verbessert worden.
 
Beutl forderte, dass alle, die vom Fortschritt auf dem Acker profitieren, die Züchtungsleistung entsprechend honorieren sollten. Dr. Katja Börgermann, Leiterin der Abteilung Pflanzliche Erzeugung im Deutschen Bauernverband, pflichtete dem bei. Hochwertiges Saatgut sei die Basis der gesamten Landwirtschaft und damit das wichtigste Betriebsmittel. Unbedingte Voraussetzung sei allerdings hohe Qualität und eine optimale Verfügbarkeit von Z-Saatgut.

Auch für fungzide Beizmittel gesetzliche Auflagen möglich

Peter Jürgens, Geschäftsführer der SeedGuard GmbH in Bonn, erklärte, dass auch für fungizide Beizmittel gesetzliche Auflagen zur ausschließlichen Anwendung in zertifizierten Beizstellen auf die Landwirtschaft zukommen können. Er empfahl den Aufbereitern, insbesondere von Z-Saatgut, sich frühzeitig über die Anforderungen für zertifizierte Beizstellen zu informieren. Durch die Verzahnung der Qualitätssicherungssysteme QSS und SeedGuard seien die Z-Saatgut produzierenden QSS-Teilnehmer bereits für die SeedGuard-Zertifizierung gerüstet.
 
Jörg Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen (Vermehrer von Saatgut) und Unternehmensleiter S.G.L. Agrarhandel, erläuterte, dass der von der gesamten Branche erbrachte Mehrwert des Z-Saatgutes die Preisdifferenz im Vergleich zum Nachbau rechtfertige. Er forderte die Landwirte dazu auf, Saatgut mit Blick auf eine flächendeckende Verfügbarkeit rechtzeitig zu bestellen. Dies gelte insbesondere für Frühsaatgebiete.   

Zwischen-Fruchtmischungen interessant beim Greening

Tiefe Einblicke in das vielfältige Sortenspektrum bot KWS Saaten auf der Pflanzebaumesse in Bernburg. Mit fast 5.000 Quadratmeter zählte der Stand zu den Größten. Besonders hoch war der Informationsbedarf über die neuen Zwischenfruchtmischungen "KWS AckerFit", berichtet das Unternehmen aus Einbeck. Die sechs verschiedenen, nach mehrjährigen Anbauversuchen entwickelten Mischungen verbessern laut Angaben Bodenleben und Bodenstruktur, binden Nährstoffe, bringen Vielfalt ins Feld und helfen dem Landwirt bei der Erfüllung seiner Greening-Auflagen.
 
Außerdem informierten sich die Besucher über die Top-Weizensorte KWS Loft und die Einführung von Units beim Getreide.
Alle Berichte zu den DLG-Feldtagen in Bernburg-Stenzfeld finden Sie in unserem Themendossier. Klicken Sie hier ...

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