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Witterungsschäden

Milde Temperaturen gefährden Betriebe im Südwesten

AgE/agrarheute
am
11.01.2016

Wegen milder Temperaturen können Wintergetreide im Südwesten unter einem verstärkten Befall von Blattläusen leiden. Auch die Frostgare fehlt, was zu verdichteten Böden und Pflanzenschäden führen kann.

Der warme Winter ist für die Pflanzenbau-Betriebe im Südwesten des Landes ungünstig: Wegen milder Temperaturen können Wintergetreide von einem verstärkten Befall mit Blattläusen betroffen sein, meldet die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Das Wintergetreide ist bereits weit ausgetrieben und da bei den milden Temperaturen Schädlinge überlebten, könne ein verstärkter Befall mit Blattläusen auftreten.

Pflanzen sind in Gefahr bei sinkenden Temperaturen

Bleibt die Winterkälte aus, fehlt dem Böden die sogenannte Frostgare. Bei dieser gefriert die Feuchtigkeit im Ackerboden und dehnt sich aus. Das macht die Erde locker. Ohne Frostgare kommt es dagegen zu verdichteten Böden, die für die Wurzeln der Ackerpflanzen ungünstig sind. Gefahr droht den jungen Getreidepflanzen aber auch bei sinkenden Temperaturen  durch den Kahlfrost, der auftritt, wenn der schützende Schnee fehlt.

Milde Temperaturen sind auch für Winzer ungünstig

Der Landwirtschaftskammer zufolge, leiden unter den milden Temperaturen auch die rund 180 rheinland-pfälzischen Winzer, die mehr als 110 ha Rebfläche für die Ernte von Eiswein meldeten. Bei der Lese und Verarbeitung für Eiswein müssen die Trauben aber gefroren sein.

 

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