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Getreide

MV: Deutliche Ertragseinbußen

von , am
10.07.2012

Schwerin - In Mecklenburg Vorpommern hat die Gerstenernte begonnen. Deutliche Ertragseinbußen sind vor allem auf den sandigen Böden im Osten und Süden des Landes zu erwarten.

© Rainer Sturm
In Mecklenburg-Vorpommern haben die ersten Erntearbeiten begonnen. Trotz der Niederschläge seit Ende Juni zeigen die Mähdruschbestände im Land zum Teil deutliche Schäden, verbunden mit Einbußen bei der Strohmenge. Besonders betroffen sind, durch ihre sandigen Böden, die östlichen und südlichen Landesteile.

Raps und Getreide eher durchschnittlich

Mit Zwiewuchs hat die Wintergerste örtlich auf die feuchte Witterung reagiert. Zwischen Güstrow, Rostock, Ribnitz-Damgarten und Rügen waren Niederschläge mit Hagel verbunden. Folge: Schäden an den Kulturen.
 
Das Getreide hingegen profitierte zum großen Teil vom Regen. Bisherige Einbußen konnten dennoch nicht ausgeglichen werden. "Bei Getreide und Raps erwarte ich daher eine eher durchschnittliche Ernte", resümierte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz am Montag.

Ertragseinbußen durch Auswinterung

Winterweizen, Winterroggen und Triticale sind im Stadium der Kornfüllung. Erwartet werden mittlere Erträge infolge von Ertragseinbußen durch Auswinterung (vor allem Weizen) und Trockenheit. Die Witterung führt derzeit auch zu erhöhtem Blattlausauftreten. Auch bei Sommergetreide werden in anfälligen Sorten Blattläuse und Mehltau beobachtet. Im Roggen wurde in unbehandelten Beständen Schwarzrost bonitiert.
 
Die Anbauflächen in Mecklenburg Vorpommern:
  • Winterweizen: 361.3000 ha (plus drei Prozent  im Vergl. zum Vorjahr),
  • Zuckerrüben 258.000 ha (minus sieben Prozent)
  • Winterraps: 203.600 ha (minus ein Prozent)
  • Silomais 144.100 ha (minus sieben Prozent) 
  • Wintergerste: 108.000 ha (plus zwölf Prozent) 
  • Sommergerste 14.800 ( minus 18 Prozent)

Hier geht es zu unserem aktuellen Ernteberichten aus den einzelnen Bundesländern ...

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