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Nachbau gegen Brand und Fusarium beizen

Flugbrand an Gerste
am Dienstag, 18.09.2018 - 07:55 (Jetzt kommentieren)

Nachbau spart teures Saatgut, darf aber nicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Seit einigen Jahren tritt wieder vermehrt Flugbrand auf. Beizung verhindert den Befall und ist eine Versicherung - gerade bei Verzicht auf Z-Saatgut.

Auf 56 Prozent der 5,8 Mio. ha Getreide wird in Deutschland Z-Saatgut ausgesät. Umgekehrt ist damit der Anteil von eigenem Nachbau nach wie vor relativ hoch.

Zur Vorbereitung der neuen Wintergetreidesaat muss der eigene Nachbau gereinigt und sortiert werden.

Auf eine Saatgutbehandlung des Getreides sollte keineswegs verzichtet werden, empfiehlt die Offizialberatung aus Rheinland-Pfalz. Das gelte auch, wenn der Bestand augenscheinlich gesund war.

Brand tritt wieder häufiger auf

In den letzten Jahren wurden vermehrt Flugbrandähren in Gerste und Weizen festgestellt. Ein mehrmaliger Nachbau von Weizen ohne jeglichen Beizschutz fördert den Weizensteinbrand, der auch Stinkbrand genannt wird.

Bei solchen Saatgutpartien macht sich der typische Fischgeruch bemerkbar.

Nach Mais immer auf Fusarium achten

Nach der Vorfrucht Mais kann das Getreide mit Fusarium culmorum und Fusarium graminearum infiziert sein. Die Fusarienpilze können die Triebkraft und den Auflauf beeinträchtigen.

Bei stärkerem Befall sterben die jungen Keimlinge schon frühzeitig ab.

Was Beizen können müssen

Folgende saatgutübertragbaren Krankheiten sollten unbedingt im Wirkungsprofil des Beizmittels enthalten sein:

  • Weizen: Steinbrand, Schneeschimmel, Flugbrand, (Fusarien nach Mais)
  • Gerste: Streifenkrankheit, Schneeschimmel, Flugbrand
  • Roggen, Triticale: Schneeschimmel, Stängelbrand

Eine Ausnahme stellt Dinkel dar, der einen natürlichen Schutz durch die Spelzen hat.

Mit Material von DLR Westpfalz

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