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Pflanzenschutz

Der Nachweis zur Sachkunde lässt sich auch online am PC erbringen

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Karl Bockholt, agrarheute
am
31.10.2018

Der Sachkundenachweis Pflanzenschutz ist Pflicht für berufliche Anwender: Sie müssen ihn alle drei Jahre auffrischen. Das geht auch zuhause am eigenen PC.

Stichtag für viele Landwirte ist der 31.12.2018. Wer bis Ende 2015 als sogenannter Alt-Sachkundiger seine Fortbildung absolviert und so die Gültigkeit seiner Sachkunde aufrecht erhalten hat, für den endet nun womöglich der Gültigkeitszeitraum. 

Die Scheckkarte gibt dazu genaue Auskunft. Auf ihr ist der Beginn des ersten Fortbildungszeitraums vermerkt. Danach muss jeder Landwirt im Dreijahreszeitraum an einer neuen Fortbildungsveranstaltung teilnehmen, die vom Pflanzenschutzdienst anerkannt ist. Wer das versäumt, darf chemische Präparate künftig weder einsetzen noch einkaufen.

Fortbildungen müssen alle drei Jahre sein

„Für Tausende von Inhabern der Sachkunde Pflanzenschutz steht spätestens zum Jahresende noch die Pflicht zur Fortbildung an“, sagt Dr. Matthias Basedow, Geschäftsbereichsleiter der Landakademie. Die Tochter des Deutschen Bauernverlags bietet Online-Fortbildungen an.

Dazu ist ein internetfähigen PC nötig. Die Sitzung dauert rund fünf Stunden und kostet 49,80 Euro. Auch weniger internetaffine Nutzer kommen damit gut zurecht, so der Anbieter. Die Prüfungsvorbereitung kostet 79 Euro.

Insgesamt sind vier spezifische Angebote im Programm. Die sind an die jeweiligen fachlichen Besonderheiten der Bereiche Landwirtschaft, Gartenbau, Handel sowie Garten- und Landschaftsbau angepasst. In Vorbereitung ist eine Fortbildung speziell für Winzer.

Resistenzstrategie und Wasserschutz inklusive

Die Fortbildung für Landwirte ist zuletzt um neue Lernmodule zu aktuellen Themen erweitert worden. Dazu zählen etwa Gewässerschutz und Resistenzstrategie. Weiter geht es um

  • Rechtsvorschriften: Pflanzenschutzgesetz, Anwendungsverordnung, Bienenschutz, Lebensmittel-, Wasser-, Naturschutzrecht;
  • Pflanzenschutzmittelkunde: über Präparate, Wirkstoffe, Wirkweisen, Einsatz, Saat- und Pflanzgutbehandlung, Zulassung, Verbleib und Abbau;
  • Logistik: Aufbewahrung, Lagerung, Lagermengen und -orte sowie Transport; 
  • Anwenderschutz: Schutz vor gesundheitlicher Gefahren, Soforthilfe bei Unfällen;
  • Risikomanagement: Schutz von Tieren, Pflanzen, Naturhaushalt.

Laut Akademie stoßen die Online-Fortbildungen auf Resonanz. Seit Inkrafttreten der gesetzlichen Regeln zur Sachkunde 2015 sei das Programm gut 20.000 Mal genutzt worden.

Teilnehmer sind vornehmlich Landwirte, aber auch Berater und Sachkundige aus dem Bereich Handel, weiter Gärtner, Winzer, Garten- und Landschaftsbauer sowie Apotheker und Schädlingsbekämpfer.

Alle Fortbildungen sind zertifiziert und nach § 7 der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung von den Behörden anerkannt. Die Teilnahmebescheinigungen sind bundesweit gültig.

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Aktuelles Heft Dezember 2018

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